Rückblick, Terra Preta Workshop vom 05.02.2011 in Gartow

Die anfängliche Sorge über leere Stühle vor der Leinwand des Kirchenforums in Gartow war spätestens ab 9:45 Uhr Geschichte. Schnell mussten sogar noch etliche Stühle aus dem Hut bzw. Hinterzimmer gezaubert werden, denn: der Saal drohte zu platzen. An dieser Stelle will ich gleich meine Bewunderung kundtun, dass trotz der Luft fast alle Teilnehmer bis zum Schluss ausharrten, mitschrieben und mit diskutierten. Es zeigt sich, dass das Thema, Terra Preta, wahrscheinlich nicht nur interessant ist, sondern auch Hoffnung auf eine Besserung der Bodenqualität im Wendland birgt. Die ja bekanntlich nicht zu den Besten gehört.

Nach den einleitenden Sätzen der Vorsitzenden des Wendepunktzukunft, Catharena van Zyl, klärte uns Christoph Fischer über die Zusammenhänge von Zivilcourage, Agro-Gentechnik, Protest und Entwicklung von Alternativen in der Landwirtschaft auf. Da Christoph Fischer viel rumgekommen ist und einige Projekte weltweit entwickelte, war seine Präsentation äusserst unterhaltsam.

Es folgte der Kohlenstoffkreislauf und das Terra Preta Phänomen im Amazonas, referiert von Haiko Pieplow. An dieser Stelle sei bemerkt, dass schon hier eine unglaubliche Informationsdichte herrschte, der die Teilnehmer mit eifrigen Notizen versuchten Herr zu werden. Auch in diesem Fall konnten wir den Teilnehmenden nur mit Bewunderung begegnen.

Die folgenden zwei Beiträge von Christoph Fischer und Marko Heckel wurden ganz den Effektiven Mikroorganismen gewidmet. Sie sind ein wichtiger Bestandteil in der Herstellung von Terra Preta. Obwohl EM’s als Grundvoraussetzung angesehen werden müssen, war einigen Zuhörern die Darbietung zu Umfangreich und im Gesamteindruck übergewichtig. Zudem wurde der Verdacht einer Verkaufsveranstaltung geäussert. Sicherlich haben die beiden Referenten für viele Teilnehmer aus dem Wendland hiermit Eulen nach Athen getragen. Ob das für alle Beteiligten galt, muss dahingestellt bleiben.

Eine Entschädigung wird da sicherlich der Nachmittag gewesen sein, wo es um die Herstellung und die praktische Anwendung von Terra Preta ging. Hier konnten die drei Referenten Pieplow, Fischer und Heckel ihrer Passion freien Lauf lassen und die Teilnehmer in ihrer Begeisterung mitnehmen. Vom Terra Preta für zu Hause über den Garten bis zur grossflächigen Landwirtschaft wurde der Bogen gespannt und hinterließ neben allgemeiner Aufbruchstimmung auch einiges an Fragen und Aufgaben bezüglich des jeweiligen Projekts der Teilnehmer.

Um diese Fragen zu klären und weitere Möglichkeiten der Vernetzung zu schaffen, bieten wir am 12.03.2011 ein Treffen für Aktivisten an, die einer Exkursion in den Chiemgau beiwohnen wollen. Wer sich noch nicht angemeldet hat, kann das gerne unter: wpz@wendepunktzukunft.org nachholen. Die genaue Tageszeit und der Ablauf wird den Interessierten dann per Mail zugesandt.

Wie auch nach dem ersten Workshop, stehen alle Präsentationen in unserem Dokumente-Bereich zur Verfügung. [hier klicken]

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