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Bericht vom Stammtisch in Stütensen, 21. April 2012

Im Rahmen der – nicht immer – monatlichen Stammtische organisierte Reiner von Kamen vom Bauckhof Stütensen einen Workshop zum Thema Humus, eine Chance für Klima und Erde.

Mit rund 40 Interessierten schauten wir, nach einer wunderschönen Einleitung von Herrn Kamen, Ausschnitte aus dem Film: „Humus“, präsentiert von Jakob Schererz. Er leitete auch die gefolgte Diskussion über die unterschiedlichen Möglichkeiten des Humusaufbaus. Da sich wohl hauptsächlich praktisch orientierte Menschen im Saal befanden, wurde sich angeregt und gewinnbringend ausgetauscht. Es zeigte sich, dass die Bereitschaft zu neuen Wegen, sowohl für die anwesenden Gärtner als auch für die Landwirte, erfreulich hoch ist.

Das größte Problem zeigte sich eher in der Vorstellung, Humusaufbau in den wirtschaftlichen Alltag zu integrieren. Viele Hürden müssen bis dahin noch genommen werden. Seien sie wirtschaftlich oder rechtlich. Und auch das derzeitige Wirtschaftssystem ist auf eine humusaufbauende Landwirtschaft nicht vorbereitet. Hier sollten wir verstärkt unsere Aufmerksamkeit bündeln. Auch wenn an diesem sonnigen Samstag keine Lösung für das wirtschaftliche Problem gefunden werden konnte, so wurden doch Anregungen in Richtung freiwillige CO2-Zertifikate und Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaften (Beispiel Bremen) diskutiert. Beim nächsten Stammtisch sollten wir uns intensiver mit diesen Alternativen auseinandersetzen.

Nach der anregenden Diskussion und einer Kaffee-Pause – mit leckersten Kuchen, gespendet vom Bauckhof – berichtete Sebastian Seelig vom Projekt Clima Carbo in Gartow. Gefördert vom BMBF und durchgeführt von der UNI-Halle sowie der Pyreg GmbH, fungiert der Verein Wendepunktzukunft als Berater und Unterstützer vor Ort. Das Projekt läuft über drei Jahre. Genaueres ist auf unserer Projektseite zu erfahren.

Auch der Bauckhof hat mit seinen Experimenten bereits begonnen. Während beim Clima Carbo Projekt auf gelenkte aerobe Kompostierung nach der CMC-Methode (CMC=controlled microbial composting) gesetzt wird, verlassen sich Reiner von Kamen und seine Kollegen lieber auf die Kraft der Regenwürmer. In einer Mischung aus Mist, Dinkelspelzen und Pflanzenkohle konnte bereits eine hoffnungsvolle Entwicklung beobachtet werden. Die Vielfalt der Experimente, auch von den Gästen, lässt auf ein spannendes Jahr hoffen.

Den Abschluss des Tages bereitete eine Führung zu den Kompostflächen des Bauckhofs sowie einer Feldbegehung beim angrenzenden Feld von Klaus-Hinrich Schulz, der seine Beobachtungen mit Schwarzwasser teilen wollte. Weitere Informationen über das Schwarzwasser-Phänomen vom Landwirt Schulz können unter: Inwaquarz eingesehen werden.

Alles in allem war es ein gelungener Nachmittag. Es freut uns bei jedem Stammtisch alte Bekannte und neue Gesichter zu sehen. Es zeigt sich ein großes Interesse an den Aufgaben unserer Zeit.

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