Bericht vom Stammtisch zum Thema “Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften”

Bei schönem, bisweilen sogar sonnigem Wetter trafen wir uns am 10.Juni auf dem Hof von Elisabeth, Rachel und Marie in Naulitz, die dort mit Pferden ihren Gemüse-Acker bewirtschaften und im letzten Jahr erste Erfahrungen mit der “Vermarktung” ihres Gemüses in Form einer Verbraucher-Erzeuger-Gemeinschaft sammeln konnten. Das war auch das Thema des Stammtischs: Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften. Alle waren wir uns natürlich einig, dass direkte Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften für alle die beste Sache ist. Die Kunden wissen, woher “Ihr” Gemüse, Fleisch, Brot etc. kommt und die Erzeuger wissen, an wen Ihre Produkte gehen. Es bleibt in der Region und es kann sogar langfristig über andere Formen von Geld, Gutscheinen oder Tauschgeschäften nachgedacht werden. So wird von Beteiligten bei Wendepunktzukunft überlegt, ein regionales Gutscheinsystem einzuführen, um die Region mehr zu fördern, evtl. in Zusammenhang mit der Dan-Ke-Initiative, um auch politisch auf den Landkreis aufmerksam zu machen und die Region “Landkreis” zu stärken. Mehr Infos dazu gibt es sicherlich demnächst von den Wendepunktzukunft-Leuten.

Von dem großen Thema “Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften konnten wir letztendlich nur einige Bereiche anreißen. Zumal schon bei den Teilnehmenden die ganz unterschiedlichen Bedürfnisse klar wurden: manche wollen gerne als Verbraucher einsteigen, manche als Klein-Erzeuger (mit der Schwierigkeit nicht alle Gemüse-Anforderungen für Kunden erfüllen zu können, also dadurch auch mit anderen Erzeugern in Austausch treten zu wollen). Und ein Landwirt, der sich in ganz anderen Dimensionen überlegen muss, wie Produkte vermarktet werden, wenn großflächig…..

Im Kleinen wurde sich dann aber auch gleich vorgenommen im Kontakt zu bleiben (Pferdehof Naulitz mit Simone und Jürgen aus Prießeck und Marie-Luise aus Hitzacker), in Form von email-Kontakt auf die nächste Gemüseernte hinzuweisen und sich gegenseitig zu unterstützen. Genau das ist auch bei mir von diesem Stammtisch hängengeblieben: der Wunsch aller Beteiligten, weiter am Thema dran zu bleiben und sich dabei zu unterstützen, diese neuen Wege zu gehen.

Zum Schluss gab es eine kleine Führung zum Gemüseacker, umgeben von wunderschönen kleinen Wiesen, Wäldchen und Pappelreihen. Sehr idyllisch! Auffällig waren die aufgehäufelten Reihen mit Gemüse der verschiedensten Sorten: um den Pferden die Arbeit zu erleichtern und Feuchtigkeit besser ablaufen zu lassen.

Vielen Dank also an Elisabeth für die Führung, den Erdbeerkuchen und das herzliche Willkommen.

Der nächste Stammtisch wird wieder mit einem handfesteren Thema bestückt werden:

Wie stelle ich selber eine Stammlösung von indigenen Mikroorganismen her? Indigene Mikrorganismen sind die regionale (und effektivere) Alternative zu den herkömmlichen Effektiven Mikroorganismen. Indigene Mikroorganismen sind nützliche Helfer bei der Kompostherstellung, der Bodenbelebung, dem Humusaufbau und jeglichen Fermentationsprozessen im Garten und der Landwirtschaft. Sie können aber auch zu Hause in vielerlei Hinsicht unterstützend wirken.

Der Workshop findet statt am 15.07.2012 um 15:00 Uhr im Kirchgarten in Gartow. Einfach auf dem Parkplatz der Kirche parken, der Weg zum Kirchgarten wird dann irgendwie kenntlich gemacht.

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