Weihnachtsmarktparlament in Gartow

Auf dem Gartower Weihnachtsmarkt veranstaltete unser Verein ein Wohnzimmerparlament, dessen Protokoll wir hier voller Freude veröffentlichen.

Wohnzimmerparlament

Thema: Dorfleben in Gartow

Datum: 14. Dezember 2013, Uhrzeit: 15:00 – 16:30

TeilnehmerInnen:

Fried Bernstorff (Wendepunktzukunft -WPZ), Catharena van Zyl (WPZ), Branka Drvis (WPZ), Karsten, Connie Kopp (Austausch-Treff), Brigitte Netzel (Austausch-Treff), Asta Oppen (Grüne), Klaus Pohlandt, Britta Flegel (Waldgarten), Sanna (Austausch), Bernd Kreutzkamp (UWG), weitere

kein Anspruch auf Vollständigekeit

Moderator: Jascha Rohr, Institut für Partizipatives Gestalten (IPG) info@partizipativ-gestalten.de

Protokollführerin: Catharena van Zyl cvz@wendepunktzukunft.org

1. Status Quo – Was gibt es bereits in Gartow, wo wir drauf aufbauen können?

  • Gesundheitsetage
  • Kino im Forum
  • Austausch Treff
  • Sportverein
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Schützenverein
  • Usw. – siehe Liste von Brigitte Netzel vom geplanten Förderverein „Zukunft Gartows“ (Arbeitstitel)

Gartow ist als Tourismusregion ausgezeichnet – im Gegensatz zu Gorleben als Wirtschaftsregion.

2. Was wünschen sich alle?

  • Guten Mittagstisch / Kantine / Volksküche (preisgünstig regional, evtl. auch biologisch)
  • Gartower und Laascher See verbinden mit Zugang zur Elbe (Mit Booten von der einen Seite zur anderen fahren)
  • Jugendtreff
  • Transparenz wie mit Gorleben-Gelder umgegangen wird

3. Probleme in Gartow / Herausforderungen

  • Viel Leerstand (Reithalle, Sägewerk, Friseur, …)
  • Schulstandort nicht gesichert
  • Leere Kassen (Langfristige Unterhaltung von Sporthalle und Schwimmbad nicht gesichert)
  • „Gartower Krankheit“: Zwiespalt entlang der Gräben Gorleben pro-kontra, Zugeszogene-Einheimische, Jung-Alt, Touristen-Gartower, CDU/SPD-Grüne/UWG, …
  • Herausforderung: Wie schafft man Orte / Projekte, wo sich alle Gartower angesprochen fühlen?

4. Ideen / Chancen

  • Natur / Weite / Tiere (Biber, Adler, Kranich, Otter, Wolf!)
  • See und Seelage mehr einbinden
  • Leerstandkataster
  • Zeitkonten/bank (Tausch von Dienstleistung statt Waren)
  • Themen/Projekte, die die Gartower Krankheit heilen, z.B. Weihnachtsmarkt, Sommerfest entlang der Hauptstraße, Austausch-Treff
  • Neue Ideen: Manufaktur-Werkstatt im Zehntspeicher (Handwerk-Wekstätten und Kulinarische Werkstätten), Regionale Produkte erzeugen, selbst tauschen und/oder an Touristen und Städter verkaufen
  • Kiezsofa: Jede Woche wird ein Bewohner Gartows auf dem Kiezsofa vorgestellt, damit man sich besser kennen lernt
  • Büchertausch ausweiten und auf die Straße bringen, z.B. mit einer ausgedienten Telefonzelle
  • Eine Art Mehrgenerationenhaus

5. Realisierung / Finanzierung

  • Förder-Verein, der Bürger-Projekte finanziert – in Gründung: nächstes Treffen am 11. Januar 2014 10:30 Uhr im Austausch-Laden, Kontakt: Brigitte Netzel: B.Netzel@t-online.de
  • Unternehmen mit Geschäftsplänen, damit laufende Kosten getragen werden (EU fördert ! Mit Renate Ortmanns-Möller vom Landkreis besprechen), nach dem Prinzip: GELD VERDIENEN UND IN BÜRGER-PROJEKTE STECKEN
  • Bürgerunternehmen, Bürger-Aktiengesellschaft, Energie-Genossenschaft (Bsp. Regionalwert AG) – für mehr Beispiele und Informationen Jascha Rohr/ IPG bzw. Catharena/Cara van Zyl/ WPZ kontaktieren: cvz@wendepunktzukunft.org

 

Drei Prinzipien für das Funktionieren von Bürgerprojekten:

1. Auf Augenhöhe begegnen in Projekten / unter verschiedenen Projekten

2. Selbstermächtnis – Jeder, der eine Idee hat, macht sie einfach

3. Transparenz und Kommunikation – Was man macht, kommuniziert man, damit kein Misstrauen entsteht

 

Was sind Wohnzimmerparlamente ? Wohnzimmerparlamente sind kleine Gesprächskreise, die folgende Charakteristika aufweisen:- Es wird ein Thema gewählt.- Sie werden moderiert.

- Sie werden protokolliert.

- Die Ergebnisse werden in irgendeiner Form veröffentlicht.

- Sie pflegen eine bewusste Kultur des Zuhörens.

- Es gibt einen geschützten gemütlichen Rahmen: etwas zu essen und zu trinken.

Darüber hinaus ist die Gestaltung den Teilnehmern frei gestellt.

 

 

 

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