Kategorie: Terra Preta Stammtisch

Oya 012013

Her mit der Kohle [Oya-Artikel 01-2013]

Und dann ab damit in die Erde! Wie man Biokohle zur Verbesserung des eigenen ­Gartenbodens selbst herstellt.

von Jochen Schilk erschienen in 18/2013

Fünfzehn erwachsene Menschen stehen um zwei qualmende Blechtonnen herum, die sie mit wenigen Handgriffen zu primitiven Öfen umfunktioniert haben. Weiterlesen

WPZ Redaktion

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Indigene Mikroorganismen für Landwirtschaft und Garten – Workshop 15.07.2012

Indigene Mikroorganismen. Im Zuge unserer regelmäßig unregelmäßigen Stammtische verdichtete sich das Bedürfnis, mehr über diese kleinen Tierchen zu erfahren, die aus unmittelbarer Umgebung gewonnen so viele Wunderwerke vollbringen sollen. Am 15.07. war dann auch endlich ein Termin gefunden um einige Geheimnisse rund um die kleine Welt zu lüften. Ich durfte vor 30 äußerst sympathischen wie interessierten Menschen im Gartower Kirchgarten über die Vermehrung und Verwendung indigener – also regionaler – Mikroorganismen berichten.

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Erkenntnisse von unserer Exkursion zu Dr. Jürgen Reckin am 28.4.2012

Einen ganzen langen sonnigen Nachmittag hatten wir Gelegenheit, bei Dr. Jürgen Reckin in Schorfheide durch den Garten zu streifen. Er zeigte uns praktisch, wie er seine Schwarzerde herstellt, und erläuterte uns außerdem einige wichtige theoretische Grundlagen bzw. Erklärungsmodelle für verschiedene ablaufende Prozesse. Beides möchte ich in diesem Dokument kurz zusammenfassen.

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Katrin Ollendorf

Bericht vom Stammtisch zum Thema “Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften”

Bei schönem, bisweilen sogar sonnigem Wetter trafen wir uns am 10.Juni auf dem Hof von Elisabeth, Rachel und Marie in Naulitz, die dort mit Pferden ihren Gemüse-Acker bewirtschaften und im letzten Jahr erste Erfahrungen mit der “Vermarktung” ihres Gemüses in Form einer Verbraucher-Erzeuger-Gemeinschaft sammeln konnten. Das war auch das Thema des Stammtischs: Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften. Alle waren wir uns natürlich einig, dass direkte Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften für alle die beste Sache ist. Die Kunden wissen, woher “Ihr” Gemüse, Fleisch, Brot etc. kommt und die Erzeuger wissen, an wen Ihre Produkte gehen. Es bleibt in der Region und es kann sogar langfristig über andere Formen von Geld, Gutscheinen oder Tauschgeschäften nachgedacht werden. So wird von Beteiligten bei Wendepunktzukunft überlegt, ein regionales Gutscheinsystem einzuführen, um die Region mehr zu fördern, evtl. in Zusammenhang mit der Dan-Ke-Initiative, um auch politisch auf den Landkreis aufmerksam zu machen und die Region “Landkreis” zu stärken. Mehr Infos dazu gibt es sicherlich demnächst von den Wendepunktzukunft-Leuten. Weiterlesen

Bckh

Bericht vom Stammtisch in Stütensen, 21. April 2012

Im Rahmen der – nicht immer – monatlichen Stammtische organisierte Reiner von Kamen vom Bauckhof Stütensen einen Workshop zum Thema Humus, eine Chance für Klima und Erde.

Mit rund 40 Interessierten schauten wir, nach einer wunderschönen Einleitung von Herrn Kamen, Ausschnitte aus dem Film: „Humus“, präsentiert von Jakob Schererz. Er leitete auch die gefolgte Diskussion über die unterschiedlichen Möglichkeiten des Humusaufbaus. Da sich wohl hauptsächlich praktisch orientierte Menschen im Saal befanden, wurde sich angeregt und gewinnbringend ausgetauscht. Es zeigte sich, dass die Bereitschaft zu neuen Wegen, sowohl für die anwesenden Gärtner als auch für die Landwirte, erfreulich hoch ist.

Das größte Problem zeigte sich eher in der Vorstellung, Humusaufbau in den wirtschaftlichen Alltag zu integrieren. Viele Hürden müssen bis dahin noch genommen werden. Seien sie wirtschaftlich oder rechtlich. Und auch das derzeitige Wirtschaftssystem ist auf eine humusaufbauende Landwirtschaft nicht vorbereitet. Hier sollten wir verstärkt unsere Aufmerksamkeit bündeln. Auch wenn an diesem sonnigen Samstag keine Lösung für das wirtschaftliche Problem gefunden werden konnte, so wurden doch Anregungen in Richtung freiwillige CO2-Zertifikate und Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaften (Beispiel Bremen) diskutiert. Beim nächsten Stammtisch sollten wir uns intensiver mit diesen Alternativen auseinandersetzen.

Nach der anregenden Diskussion und einer Kaffee-Pause – mit leckersten Kuchen, gespendet vom Bauckhof – berichtete Sebastian Seelig vom Projekt Clima Carbo in Gartow. Gefördert vom BMBF und durchgeführt von der UNI-Halle sowie der Pyreg GmbH, fungiert der Verein Wendepunktzukunft als Berater und Unterstützer vor Ort. Das Projekt läuft über drei Jahre. Genaueres ist auf unserer Projektseite zu erfahren.

Auch der Bauckhof hat mit seinen Experimenten bereits begonnen. Während beim Clima Carbo Projekt auf gelenkte aerobe Kompostierung nach der CMC-Methode (CMC=controlled microbial composting) gesetzt wird, verlassen sich Reiner von Kamen und seine Kollegen lieber auf die Kraft der Regenwürmer. In einer Mischung aus Mist, Dinkelspelzen und Pflanzenkohle konnte bereits eine hoffnungsvolle Entwicklung beobachtet werden. Die Vielfalt der Experimente, auch von den Gästen, lässt auf ein spannendes Jahr hoffen.

Den Abschluss des Tages bereitete eine Führung zu den Kompostflächen des Bauckhofs sowie einer Feldbegehung beim angrenzenden Feld von Klaus-Hinrich Schulz, der seine Beobachtungen mit Schwarzwasser teilen wollte. Weitere Informationen über das Schwarzwasser-Phänomen vom Landwirt Schulz können unter: Inwaquarz eingesehen werden.

Alles in allem war es ein gelungener Nachmittag. Es freut uns bei jedem Stammtisch alte Bekannte und neue Gesichter zu sehen. Es zeigt sich ein großes Interesse an den Aufgaben unserer Zeit.

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Schwarzwasser beim Terra Preta Stammtisch – Februar 2012

Bei unserem Terra Preta Stammtisch im Februar entschlossen sich Hans–Friedrich Stegen und Klaus–Hinrich Schulz uns von ihren interessanten Forschungsarbeiten zu berichten und stellten uns ihre Idee zur möglichen Terra Petra Entstehung außerhalb vom tropischen Klima vor. Den von ihnen behandelten Boden definierten sie als einen von „Schwarzwasser“ beeinflussten Boden.

Klaus–Hinrich Schulz und Hans–Friedrich Stegen sind Landwirte und arbeiten seit ca 20 Jahren in ihrer Firma IN – WA – QUARZ GmbH zusammen. Sie entwickelten unter anderem ein Pflanzenstärkungsmittel auf homöopathischer Basis. Mit Spannung lauschten die Stammtischlerinnen und Stammtischler den Ausführungen der beiden Forscher, auch wenn sie nicht jedem Detail folgen konnten oder teilweise auch das nötige Vorwissen fehlte.

Wichtig ist, dass wir zusammen kommen und uns über unsere Gedanken, Ideen, Experimente und Forschereien austauschen. Das wirkt inspirierend und anregend. Ich freue mich außerordentlich, wenn auch unfertige Ideen und nicht „Bewiesenes“ besprochen werden kann. Schliesslich ist Wissenschaft auch nur eine Form der Wirklichkeitsinterpretation und – wenn wir neue Wege gehen – können wir auch selbst experimentieren, forschen und unsere eigenen Gedanken kreisen lassen.

Klaus–Hinrich Schulz und Hans–Friedrich Stegen gehen neue Wege und forschen auf eigene Gefahr und ohne Gewähr. Auf der Basis von Versuchen mit Biogasgärresten, die sie gemeinsam mit Herrn Dr. Schöttle durchführten sowie einigen unerwarteten Ergebnissen in der Praxis, erklärten sie sich eine Art Schwarzwassereffekt. An Hand von Freilandversuchen zum Beispiel beim Kohlanbau auf leichtesten Sandboden präsentierten sie Bilder, die auf eine bodenverbessernde Wirkung der „Schwarzwassererde“ hinweisen könnte. Sie sind überzeugt, dass Archaeen bei entsprechender Stimulierung durch behandeltes Wasser und, wenn entsprechende Nährstoffe und Pflanzenreste vorhanden sind, im laufe des Jahres eine dunkle Färbung eintritt, die auf Kohlenstoffverbindungen hinweist.

Ob es sich bei diesen Experimenten um eine Art Informieren von Urbakterien handelt und ob diese Urbakterien (Archaeen) in der Lage sind langkettige, dreidimensionale Kohlenstoffverbindungen zu bilden, muss noch erforscht werden. Vielleicht gibt es ja einen findigen Bodenkundler, der sich dieser Sache annimmt. Zu wünschen wäre es den beiden mutigen Landwirten. Und wer weiss? Vielleicht ist es auch uns zu wünschen?

Die Versuche und das weitere Treiben der beiden Landwirte ist auf ihrer Firmen-Websteite: In-Wa-Quarz zu finden.

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Terra Preta Stammtischbericht, 14. Januar 2012

Unser Terra Preta Stammtisch fand in diesem Monat nicht im Cafè Salix in Gartow statt, sondern in Vietze bei der Frau Tietze. Dankenswerterweise konnten wir auf ihre Hilfe zurückgreifen, da das Cafè Salix ausgerechnet in jener Woche Urlaub machte. Frau Tietze bewohnt einen alten Gasthof und richtete für die Stammtisch Genossinnen & Genossen den Ballsaal her, mit riesigem Tisch und ausreichend Stühlen drumrum. Außerdem gab es Gebäck, Kaffee und Erfrischungsgetränke. Als wenn das der Gaumenfreuden noch nicht genug wäre, hatte jeder noch eine kleine Köstlichkeit im Gepäck, sodass für das leibliche Wohl ausreichend gesorgt schien.

In gemütlicher Plauderrunde wurden die Erfahrungen des letzten Jahres resümiert. Es offenbarte sich ein breites Spektrum an Ergebnissen im Umgang mit Pflanzenkohle, Mikroorganismen und dem eigenen Kompost. So gab es beispielsweise Probleme mit der Handhabung der häuslichen Biobfälle mit üblen Gerüchen und Schimmel als Begleiterscheinung oder eine viel zu große Wassertonne für den Terra Preta Ansatz. Auch die Verwendung der Mikroorganismen war ein wichtiges Thema. Einige verwenden Effektive andere indigene (heimische, selbstvermehrte) Mikroorganismen. Es zeigte sich, dass die indigenen Mikroorganismen den EM’s vorgezogen werden. Vor allem, weil die Stammlösung der Effektiven Mikroorganismen meist aus japanischen Laboren kommt und diese sich nicht recht in unser Klima einfügen können. Auch gab es Unsicherheiten hinsichtlich der Menge beziehungsweise der Konzentration von Mikroorganismen. Es wurde der Wunsch geäußert, in einem Workshop die Handhabung und Vermehrung indigener Mikroorganismen zu zeigen. Diesem Wunsch werden wir in Kürze erfüllen.

Glücklicherweise gibt es auch einige Mitstreiter, die einen „grünen Daumen“ besitzen und nicht müde werden, für die vielen Hindernisse des Gärtneralltags einen Lösungsweg anzubieten. Einer dieser Mitstreiter hat seine Gartenerfahrungen bezüglich der Terra Preta Herstellung bereits unserem Terra Preta Wiki zur Verfügung gestellt. Sie können hier eingesehen werden.

Nettes beisammensitzen und plaudern füllt die praktisch orientierten Mitstreiterinnen und Mitstreiter dauerhaft nicht aus. So werden wir im April eine Exkursion Richtung Berlin unternehmen um uns von einem Garten-Experten Tips und Tricks in der Terra Preta Herstellung geben zu lassen. Des weiteren werden wir vermehrt Impulsreferate von Terra Preta Spezialisten organisieren und uns über Humus aufbauende Anbaumethoden berichten lassen.

Alles in Allem freuen wir uns auf das kommende Jahr und harren voller Ungeduld der Gartensaison um endlich wieder dem Kribbeln, Krabbeln, Summen, Schnarren, Wuchern und Wachsen beiwohnen zu können. Der nächste Stammtisch wird im Februar sein. Genaueres ist auf unserer Veranstaltungsseite zu erfahren.

1. Terra Preta Stammtisch im Wendland/Stütensen

Hallo liebe Terra Preta Freundinnen und Freunde im Wendland!

Am 28. Mai 2011 ab 16:00 Uhr findet der erste Terra Preta Stammtisch im Wendland statt. Gastgeber ist Reiner von Kamen, der alle Interessierten zum Bauckhof Stütensen (Stütensen 2, 29571 Rosche) einlädt. Das Ende des Stammtisches ist mit 20:00 Uhr anvisiert. Es wäre sicherlich sinnvoll Fahrgemeinschaften zu bilden. Eventuelle Vorschläge oder Anfragen könnten durch die E-Mail Funktion “Antwort an alle” für die Teilnehmenden sichtbar gemacht werden. Außerdem wäre eine generelle Rückmeldung, wer kommen möchte, hilfreich.

Angedachte Themen sind: • Erfahrungsberichte aus den laufenden Terra Preta Projekten im Wendland • Angebot und Nachfrage von Unterstützung bei Dokumentation, Terra Preta Substrat anlegen, etc. (Ganz konkret und aktuell erbeten Andreas und Karola Marquard Hilfe beim Anlegen eines Hochbeetes – gegen Vergütung. Bitte melden unter: Amadeomarquitano@web.de oder dreyeroelmanufaktur@web.de) • Fragen, Schwierigkeiten, Lösungsideen, Konzepte, … • Vorstellung des Terra Preta Wikis auf der Internetseite wendepunkltzukunft.org, potentielle SchreibtäterInnen gesucht • Impulsreferat über die Herstellung von IMO’s (Indigenous Microorganism) und ihre Anwendung – als Alternative zu Effektiven Mikroorganismen (EM) • Exkursion in den Chiemgau. Der neue Terminvorschlag ist der 1.-3. Juni 2011 • Weitere Schritte, nächstes Treffen, Dokumentation der Projekte? • Rundgang zu den Kompost- und Terra Preta Versuchsflächen vom Bauckhof Stütensen

Wir freuen uns, Euch alle wieder zu sehen und spannende Geschichten auszutauschen. Bei Rückfragen wendet Euch bitte an Daniel Oliver Habenicht: doh@wendepunktzukunft.org oder 0160 9480 7296.

Mit herzlichen Grüßen,

Catharena van Zyl, Fried Graf von Bernstorff, Albrecht von Sydow, Daniel Oliver Habenicht

WPZ Redaktion