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Buchtipp: Vom Gärtnern in der Stadt – Martin Rasper 2012

Urban Gardening für Einsteiger

Martin Rasper versucht sich philosophisch an die neue „Grün-Bewegung“ in der Stadt zu nähern. Er sucht nach Erklärungsmustern: Warum engagieren sich plötzlich Leute bei einem Stadtgarten, obwohl sie vorher nicht die leiseste Ahnung von Pflanzen hatten? Was war der Garten früher, was ist er heute – bzw. was wird aus ihm? Diese und viele weitere Fragen gingen Martin Rasper wohl durch den Kopf, Weiterlesen

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Buchtipp: Terra Preta – Die schwarze Revolution aus dem Regenwald

Ein Buch von Ute Scheub, Haiko Pieplow und Hans-Peter Schmidt

Schwimmende Gärten in Mexiko City, solidarische Landwirtschaft in Peking, Guerilla Gardening in Hamburg und Berlin, Klimafarming im Wallis oder Humusaufbau in der Ökoregion Kaindorf. Mit geschärften, journalistischem Handwerk und praktischer Leidenschaft zeigt Ute Scheub innbrünstig wie unterhaltsam die weltweit entstandenen Samen einer lebensfreudigen Gartenbaubewegung. Weiterlesen

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Buchtip: “Gesunder und kranker Boden” (2012)

Dipl. Ing. Margareth Sekera veröffentlichte 1984 die fünfte Auflage des von ihrem verstorbenen Mann Prof. Dipl. Ing. Dr. Franz Sekera verfasste Standardwerk für die Landwirtschaft. Dabei geht es ihr mehr um die Beleuchtung der Zusammenhänge des Lebensraumes Boden und weniger um die neuesten technischen Errungenschaften der Agrikultur.

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Buchtip: Humussphäre – von Herwig Pommeresche

Mit der provokanten Frage: Humus – ein Stoff oder ein System? Entzieht Herwig Pommersche der Theorie der Mineralisierung von Justus von Liebig bezüglich des Pflanzenreichs jegliche Existenzberechtigung. Mit viel Enthusiasmus und wichtigen Namen aus der Biologie bringt er die drei Säulen der technologischen Agrikultur – NPK (Nitrogen, Phosphor, Kalium) – zu Fall. Denn wie Herwig Pommersche sind Raoul Heinrich Francé, Annie Francè-Harrar, Hans-Peter Rusch und Hugo Schanderl der Meinung, dass Pflanzen sich aus dem organischen und nicht dem mineralischen Bereich ernähren.

Der Autor leitet seine Gedanken mit den geschichtlichen Ausführungen der momentan herrschenden Vorgehensweisen in der technologischen, ökologischen sowie der biodynamischen Landwirtschaft ein und stellt anschliessend die “andere” Agrikultur dem gegenüber.

Ein sehr inspirierendes und unterhaltsames Buch. Pommersche macht einen Querschnitt durch die aktuellen Möglichkeiten naturnah die Humussphäre zu nähren. Es werden viele Beispiele aufgezeigt, die unglaublich scheinen und heute gar für schwer realisierbar gehalten werden. Allerdings sind es keine Wundermenschen, die hier zu Werke gingen und gehen, sondern Pioniere der Landwirtschaft, die sich trauen auf ihr Herz zu hören und den Verstand dabei nicht ausser Acht lassen.

Durch einen ausführlichen Quellennachweis kann der Leser bei Bedarf in die verschiedenen Themen tiefer eintauchen und sich ein eigenes Bild verschaffen. Mir hat es sehr viel Freude gemacht, dieses Buch zu lesen und ich kann es nur empfehlen. Es enthält viele verdrängte und längst vergessene Aspekte der Naturwissenschaft und bringt sie “zurück” in die Gegenwart.

Erschienen ist das Buch 2004 im “Organischer Landbau Verlag Kurt Walter Lau“. Es hat 224 Seiten, Hardcover und kostet 22,00 €

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Buchtip: Humusaufbau – eine Chance für Landwirtschaft und Klima (2011)

Wenn Menschen aus der Praxis ein Buch schreiben, kommt meistens etwas gutes dabei heraus. Gerald Dunst ist ein solcher Praktiker und schrieb ein gutes Buch. Als studierter Landwirt betreibt er seit über zwanzig Jahren Forschung im Bereich der Bodenverbesserung und des Humusaufbaus. In diesem Jahr erschien sein Buch zum Thema Humusaufbau; es ist besonders empfehlenswert für Landwirte, Gärtner, Hobbygärtner und Aktivisten sowie Forscher und Wissenschaftler.

Das Buch kann einerseits als Handbuch andererseits aber auch als Statusmeldung über die neuesten Möglichkeiten zur Bodenverbesserung, Kohlenstoffbindung oder den aktiven Umweltschutz in der Landwirtschaft gelesen werden. Dabei ist es gut gegliedert, übersichtlich gestaltet und in leicht auffindbaren Kapiteln unterteilt.

Inhaltlich wird das Thema Humus und Humusaufbau von der Theorie bis zur Praxis durchgearbeitet. Die Texte sind leicht verständlich und bedürfen kein naturwissenschaftliches Studium. Mir gefällt vor allem die Verbindung von Forschung und Umsetzung. So weit es zur Zeit möglich ist unterfüttert Gerald Dunst seine Aussagen mit Daten und Fakten. Dabei bleibt er auf seiner Linie und gibt weiteren Überlegungen und anderen Herangehensweisen den nötigen Raum. Viele Fragen sind noch offen. Es muss noch viel getan werden. Dieses Buch gibt die Möglichkeit an aktuellen Erkenntnissen anzuknüpfen und im eigenen Sinne fortzuführen.

Besonders hervorzuheben sind die Praxisbeispiele einiger Pioniere, die nicht nur vorbildlichen Humusaufbau betreiben, sondern auch mit Mischkultur, Untersaaten und Minimalbodenbearbeitung große Erfolge erzielen konnten. Daran zeigt sich, wie wichtig ein Umdenken in der Landwirtschaft ist.

Im letzten Kapitel wird die hoffnungsvolle Schwarzerde aus dem Amazonas, Terra Preta, behandelt. Gerald Dunst sieht in der Terra Preta Technologie ein immenses Potential. Das macht Hoffnung.

Abschließend kann dieses Buch nur dringend weiterempfohlen werden. Sei es als Überblick, Diskussionsgrundlage oder eben zum Selbermachen.

Das Buch “Humusbaufbau – Chance für Landwitschaft und Klima” kann unter office@sonnenerde.at bestellt werden.

Preis: € 25,00 (inkl. 10% MwSt.)

Versandkosten: innerhalb Österreich € 4,00 Europa € 8,00 Weltweit € 10,00

Zahlungsweise: Rechnung und Erlagschein beigelegt Zahlungsziel 10 Tage ab Rechnungserhalt

Hier geht es zur Webseite von Gerald Dunst: Sonnenerde