Schlagworte: Dezentralisierung

Bericht vom Stammtisch zum Thema “Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften”

Bei schönem, bisweilen sogar sonnigem Wetter trafen wir uns am 10.Juni auf dem Hof von Elisabeth, Rachel und Marie in Naulitz, die dort mit Pferden ihren Gemüse-Acker bewirtschaften und im letzten Jahr erste Erfahrungen mit der “Vermarktung” ihres Gemüses in Form einer Verbraucher-Erzeuger-Gemeinschaft sammeln konnten. Das war auch das Thema des Stammtischs: Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften. Alle waren wir uns natürlich einig, dass direkte Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften für alle die beste Sache ist. Die Kunden wissen, woher “Ihr” Gemüse, Fleisch, Brot etc. kommt und die Erzeuger wissen, an wen Ihre Produkte gehen. Es bleibt in der Region und es kann sogar langfristig über andere Formen von Geld, Gutscheinen oder Tauschgeschäften nachgedacht werden. So wird von Beteiligten bei Wendepunktzukunft überlegt, ein regionales Gutscheinsystem einzuführen, um die Region mehr zu fördern, evtl. in Zusammenhang mit der Dan-Ke-Initiative, um auch politisch auf den Landkreis aufmerksam zu machen und die Region “Landkreis” zu stärken. Mehr Infos dazu gibt es sicherlich demnächst von den Wendepunktzukunft-Leuten. Weiterlesen

Lunar

Regiogeld – Presse

Mit freundlicher Genehmigung von Ludwig Schuster veröffentlichen wir hier nun regelmäßig die Regiogeld-Presse zur Information wie andere es machen und Anregung zum Selbermachen. Wie es scheint hat das Regiogeld in Zeiten der gefühlten “Krise” Hochkonjunktur…

Sie können den Newsletter auch direkt beziehen unter: regiogeld-presse@livingcity.de

Auch wir hier im Wendland planen derzeit (wieder mal) die Einführung einer Regionalwährung, den “Wendepunkten”. Dazu später mehr.

Kontakt: Catharena van Zyl (cvz@wendepunktzukunft.org) und Daniel Habenicht (doh@wendepunktzukunft.org)

Regiogeld-Presse No. 1/2012

Liebe Freunde der vielen Gelder, liebe LeserInnen und Leser!

“Occupy Economics!” Mit diesem Schlachtruf haben kürzlich 10 angehende Studenten der Wirtschaftswissenschaften in Harvard die einseitige und realitätsferne Ausrichtung der Standardökonomie in den Hochschulen bestreikt, sind aufgestanden und haben Gregory Mankiw’s Vorlesung demonstrativ verlassen. Hierzulande haben 50 Wissenschaftler gerade ein neues Wirtschaftsmodell gefordert. Die Vorstellungen, wie das aussehen könnte, sind zwar nach wie vor unscharf, doch wird immer deutlicher, wie es nicht mehr aussehen kann. Hubbert, bekannt geworden für seine frühe und genaue Vorhersage des Ölfördermaximums, hatte schon 1974 darauf hingewiesen, dass auch unser Finanzsystem nicht für die Ewigkeit gebaut ist. “Wir haben eine Kultur hervorgebracht, deren Stabilität dermaßen abhängig ist von anhaltend exponentiellem Wachstum, dass sie völlig unfähig ist mit den Herausforderungen von Nicht-Wachstum umzugehen.” Wie könnte das künftige Wirtschaftsmodell aussehen?

Der wachstumskritische französische Philosoph Serge Latouche propagiert einen Mix aus Schrumpfung und Regionalisierung. Alf Hornborg, ein Schwedischer Ökonom, hält künftig mindestens zwei verschiedene Währungen für nötig: Eine für die “globalisierte Spaßgesellschaft” und eine für die lokale Subsistenz und den Ernst des (Über)lebens. In ihrem neuen Buch “Occupy Money”! beschreibt auch die “Geldarchitektin” Margrit Kennedy eindrucksvoll, warum das auf exponentielles Wachstum setzende Zinssystem keine Zukunft hat – und wie die Zukunft des Geldes aussehen wird: vielfältig, nachhaltig und gemeinwohlorientiert.

“Alle wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl” – das ist kein Zitat aus einem kommunistischen Manifest, sondern Artikel 151 aus der Bayerischen Verfassung. Damit das nicht länger eine hohle Phrase bleibt, haben allein im vergangenen Jahr im Chiemgau knapp 600 Unternehmen und über 200 Vereine rund eine halbe Million Chiemgauer auf den Weg geschickt, um der regionalen Wirtschaft auf die Beine zu helfen anstatt den “Zockern” auf den globalen Finanzmärkten. “Kein vernünftiger Mensch hat etwas gegen das Bankensystem, aber kein vernünftiger Mensch kann ein Zocker-Bankensystem wollen, in dem bei der UBS jeden Tag zehntausend Leute nichts anderes tun, als in irgendwelchen Casinos zu spielen” sagt kein Geringerer als UNCTAD-Chefökonom Heiner Flassbeck – und sieht schwarz für die Zukunft unseres Wirtschaftssystems: Falls das Denken der europäischen Politiker nicht rasch und grundlegend ändere, werde der Euro zwangsläufig explodieren.

Mit jedem Tag und jeder Nachricht, die das Ende der Europäischen Gemeinschaftswährung bedrohlich näher rückt, wagt sich das neue, andere Wirtschaftsmodell einen Schritt weiter aus dem Schatten: Wertschöpfung statt Abschöpfung, Gemeinwohl statt Alleinwohl, Vielfalt statt Einfalt. Der Euro mag sich überleben. Vielleicht kommt ein Nord- und ein Süd-Euro, vielleicht ein neuer Deutsch-Französischer “Franken”. Längst aber ist offensichtlich geworden, wofür jede Einheitswährung blind ist und was Europa tatsächlich ausmacht: Seine Unterschiede. Europa kann nur ein Europa der Regionen sein, das reich an Sprachen und Dialekten ist, genauso wie an regionalen Geldern. In letzter Zeit mehren sich auch in Frankreich, Luxemburg und sogar in Liechtenstein die Stimmen und Ereignisse, die den monetären Wandel einläuten und althergebrachte Grenzen einreißen, im Kopf wie im Territorium: In der österreichisch-ungarischen Grenzregion “Pannonien” gilt jetzt der Blaufranc – grenzüberschreitend -, der in Forint und in Euro gewechselt werden kann. Kein Wunder, war Österreich doch schon von jeher Vorreiter für die pragmatische, am lokalen Gemeinwohl orientierte Geldautonomie. Da ist es fast nur noch eine Randnotiz, dass die Gemeinde Langenegg inzwischen sogar vereinzelt Pachtzahlungen in Regiogeld akzeptiert.

Doch auch auf den anderen Kontinenten wird Regiogeld langsam “common sense”: Die neuseeländische “New Economics” Partei will Kleinen und Mittelständischen Unternehmen erlauben, ihre nationalen Steuern und Abgaben mit lokalen Gemeinschaftswährungen zu begleichen. Und bei den diesjährigen Präsidentschaftswahlen im Senegal tritt nicht nur der Sänger Youssou N’dour an, sondern auch der junge IWF-Ökonom Abdourahmane Sarr, der mithilfe lokaler Komplementärwährungen den ineffizienten Staatszentralismus beenden will.

Die Welt ist zum Glück noch nicht ganz aus den Fugen, aber merklich in Schwingung geraten. Hoffen wir für 2012, dass die Resonanz für die neue, aufregende Vielfalt der Gelder harmonischer und stärker wird als der sonore, dröhnende Krach des zerberstenden Weltgeld-Regimes.

Übrigens: Die Regiogeld-Presse kann demnächst als echte News-Plattform online gehen! Ich danke allen Spendern und Unterstützern für ihre Hilfe und wünsche spannende Lektüre!

herzlich Ludwig Schuster

Meldungen aus D/A/CH (und Liechtenstein)

07.01.2012 SWR (ARD Mediathek)

Die Ohne-Zins-Bewegung. Für das Verleihen von Geld Zinsen zu nehmen, das galt im Altertum als anrüchig. Im modernen Wirtschaftssystem auf Zinsen zu verzichten, das erscheint vielen undenkbar. Geht es wirklich nicht ohne? Doch, meint zumindest die Ohne-Zins-Bewegung. http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=9162206&mid=56

05.01.2012 Badische Zeitung Noch zirkuliert der Freitaler, doch 2012 wird Jahr der Entscheidung.Das Freiburger Regiogeld-Experiment hat eine Zeit lang stagniert – jetzt wollen die Macher mit dem Rückenwind der Euro-Schuldenkrise nochmals Gas geben. http://www.badische-zeitung.de/freiburg/noch-zirkuliert-der-freitaler-doch-2012-wird-jahr-der-entscheidung–54418832.html

04.01.2012 ORF (A) Bayerischer „Sterntaler“ Vorbild für Salzburg? Seit sieben Jahren gibt es im Berchtesgadener Land (Bayern) den Sterntaler, eine regionale Währung. Sie ist mittlerweile in hunderten regionalen Betrieben einlösbar. In Salzburg setzten sich solche Regionalwährungen bisher nicht durch. http://salzburg.orf.at/news/stories/2515727/

03.01.2012 tagblatt.de (Reutlinger Blatt) Mit dem Pfulben wuchern: In Pfullingen wird immer mehr mit dem eigenen Stadtgeld bezahlt. Die Pfullinger drucken ihr eigenes Geld. Seit knapp einem Jahr ist im Einzelhandel neben dem Euro ein zusätzliches Zahlungsmittel namens Pfulben im Umlauf, ein Gutschein, der in mehr als 100 Geschäften gültig ist. http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/reutlingen_artikel,-In-Pfullingen-wird-immer-mehr-mit-dem-eigenen-Stadtgeld-bezahlt-_arid,158728.html

02.01.2011 Radio OE1 (ORF) (A) “… und vergib uns unsere Schuld(en)” – Wie vertrauenswürdig ist unser Geldsystem? Mit Gertrude Tumpel-Gugerell, Ludwig Schuster, Markus Schlagnitweit, Stephan Schulmeister. Moderation: Johannes Kaup (aufgenommen am 17. November 2011 im ORF RadioKulturhaus) http://oe1.orf.at/programm/292254

01.01.2012 die tageszeitung Der Schrumpf-Terrorist. Welche Alternativen gibt es zum Credo des ewigen Wachstums? Serge Latouche propagiert einen Mix aus Schrumpfung und Regionalisierung. Taz-Serie: Die Grenzen des Wachstums. http://www.taz.de/!84713/

01.01.2012 Tiroler Tageszeitung (A) Das Wörgler Meisterstück. In Zeiten der Krise rückt ausgerechnet eine kleine Tiroler Gemeinde weltweit in den Mittelpunkt des Interesses. Veronika Spielbichler: “Um den aktuellen Wirtschaftskrieg zu beenden, muss das monopolistische, noch aus Zeiten der Feudalherrschaft stammende Geldsystem demokratisiert werden.” http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Überblick/Chronik/ChronikTirol/4066918-6/das-wörgler-meisterstück.csp

01.01.2012 Deutschlandfunk Zwischen Ohnmacht und Gestaltungswillen – Wegmarken – Teil 5: Der Umgang mit der Schuldenkrise. “Was ökonomisch falsch ist, kann politisch nicht richtig sein” http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1634442/ Audio: http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2012/01/01/dlf_20120101_1840_6fa90b4f.mp3

01/02 2011 Zeitpunkt (CH), Heft 117

Darin unter anderem: Man muss es nur wollen. Wir könnten ohne Mehrkosten erneuerbar leben. Toni Gunzinger «Plan B» zeigt wie. Ein krasser Fall: der Zins und die Kirche. Fast bargeldlos, aber glücklich. Auf Vanuatu wird mit Schilfmatten, Wildschweinen und sogar mit Weisheit gezahlt. Mit Vollgeld aus der Krise. Drei mögliche Lösungsvorschläge. Heftbestellung/Schnupperabo: http://www.zeitpunkt.ch/abonnements/schnupperabo.html

27.12.2011 Trierer Volksfreund “Ich werde nicht mehr gebraucht.” Nach fünf Jahren endet die Ära der Konzer Stadtgespräche. Moderatorin Hiltrud Zock hofft, dass sich der Thaler als Regionalgeld weiter etabliert und noch mehr Kaufkraft an Konz bindet. http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/konz/aktuell/Heute-in-der-Konzer-Zeitung-Ich-werde-nicht-mehr-gebraucht;art8100,3013151

26.12.2011 tagesschau (CH) Alternatives Geld gegen die Krise. Wegen den Krisen-Anzeichen der Weltwirtschaft gewinnt der WIR wieder an Aufwind – eine eigene Währung, die vor allem bei mittelständischen Unternehmen Anklang findet. Sie stabilisiere die Schweizer Wirtschaft und mache sie erfolgreicher, loben ihre Befürworter. http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/12/26/Wirtschaft/Alternatives-Geld-gegen-die-Krise

24.12.2011 nh24.de Bürgerblüten in Kassel wenig beliebt. Gewerkschafter: “Die Bürgerblüte ist Unsinn und etwas für Leute, die zu viel Zeit haben” http://www.nh24.de/index.php/politik-und-wirtschaft/21-allgemeines-aus-der-politik-und-wirtschaft/52110-buergerblueten-in-kassel-wenig-beliebt

22.12.2011 Süddeutsche Zeitung Alternative Währungen: Wer will schon Euro, wenn er Chiemgauer haben kann? Das Vertrauen in den Euro ist dahin. In der Finanzkrise stellt sich die Frage: Geht das nicht auch anders? Ja, geht es. Mit anderem Geld. In Deutschland wächst das Interesse an Regionalwährungen.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/alternative-waehrungen-wer-will-schon-euro-wenn-er-chiemgauer-haben-kann-1.1193649

22.12.2011 die tageszeitung Neue Kommune Witzenhausen: Wie die Krise in die Kleinstadt kam.Madrid, New York und Frankfurt sollen die globalen Krisenzentren sein. Doch auch in der nordhessischen Provinz treffen die Bürger auf den Kapitalismus.

http://www.taz.de/Neue-Kommune-Witzenhausen/!84216/

22.12.2011 Kurier (A) Mehr als ein Einkaufsgutschein: Vor Weihnachten wird in vielen Regionen Österreichs nicht nur in Euro gezahlt. Besonders gut geht der steirische Stiefingtaler.

http://kurier.at/wirtschaft/4478692-mehr-als-ein-einkaufsgutschein.php

21.12.2011 Deutsche Welle TV

Tauschen statt kaufen – Geschäfte ohne Geld | Made in Germany. Die Deutsche Kompensationsgesellschaft (DKG) in Berlin

19.12.2011 mmnews.de (via Zeitpunkt (CH)) Ende, Aus, Neustart. Das herrschende neoklassische Wirtschaftsdogma ignoriert in seinen Modellen die Kreditgeldschöpfung durch die Banken. Die Lösungsvorschläge der „Experten“ sind darum alle zum Scheitern verurteilt und die Politik schlecht beraten.

http://www.zeitpunkt.ch/news/artikel-einzelansicht/artikel/ende-aus-neustart.html

16.12.2011 Wirtschaftsblatt (A) “Tschüssi Euro!” – die harte Lösung. Nachdenklich stimmten Gerüchte, starke Länder wie Deutschland könnten den Euro verlassen. Regiogeld statt Einheitswährung. Small is beautiful – mit diesem internationalen Slogan könnte man die Vorzüge regionaler Währungen umschreiben [im Kasten]

http://www.wirtschaftsblatt.at/archiv/tschuessi-euro-die-harte-loesung-500456/index.do

14.12.2011 Schwarzwälder Bote 50er mit Rathausturm: Neue Gwinner-Geldscheine.

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.schramberg-50er-mit-rathausturm.79df39b2-4b8b-48d0-bbe7-0a3cedfe38b6.html

13.12.2011 Südkurier Neue Generation des Regionalgelds. Der „Gwinner“-Trägerverein hat neues Geld gedruckt.

http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/villingen-schwenningen/Neue-Generation-des-Regionalgelds;art372541,5281356

12.12.2011 WDR5 redezeit (10:05-12:00 Uhr) “Occupy Money” Höchste Zeit für neues Geld?! In der Redezeit auf WDR5 analysiert die “Geldarchitektin” Margrit Kennedy, warum das auf exponentielles Wachstum setzende Zinssystem keine Zukunft hat.

http://www.wdr5.de/sendungen/neugier-genuegt/s/d/12.12.2011-10.05/b/redezeit-occupy-money.html

09.12.2011 Passauer Neue Presse Regionalwährungen im Aufwind. Mit einer positiven Bilanz geht die RegioStar eG, Herausgeber der Regionalwährung “Sterntaler” im Berchtesgadener Land, ins neue Jahr. 200.000 Sterntaler in 2011 emittiert.

http://www.pnp.de/nachrichten/wirtschaft/heimatwirtschaft_oberbayern/290989_Regionalwaehrungen-im-Aufwind.html

08.12.2011 Schwarzwälder Bote Die Euro-Krise gibt dem Gwinner Auftrieb. Im Jahr 2011 hat sich die Zahl der begünstigten Vereine verdoppelt.

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.villingen-schwenningen-die-euro-krise-gibt-dem-gwinner-auftrieb.7a190406-b28c-4bfc-8405-46c32f8f3ed5.html

08.12.2011 Neues Deutschland Alternative für die Eurozone. Linke Ökonomen fordern einen Kurswechsel: Die Eurozone müsse den Sozialabbaukurs beenden, sonst drohen Rezession und Deflation.

http://www.neues-deutschland.de/artikel/212890.alternative-fuer-die-eurozone.html

03.12.2011 Wirtschaftsblatt (A) Visionen für nachhaltiges Wirtschaften: Heinrich Staudinger. Der Chef von GEA und Waldviertler Schuh zur Bedeutung der Nachhaltigkeit.

http://www.wirtschaftsblatt.at/home/schwerpunkt/greeneconomy/gruene-zukunft-visionen-fuer-nachhaltiges-wirtschaften-498638/index.do

02.12.2011 Vaterland (LI) Regionalgeld statt Frankenleid: Mit Regionalgeld gegen die Frankenstärke. Sogenannte Komplementärwährungen ergänzen vielerorts Euro und Franken. Was in vielen Regionen Europas bereits funktioniert, könnte auch für Liechtenstein ein Modell sein.

http://www.vaterland.li/index.cfm?id=15734&source=lv&ressort=liechtenstein

28.11.2011 Mitteldeutsche Zeitung Köthen bekommt eigenes Geld. Zum “Macht-Geld-Sinn-Kongress 2012″ vom 10. bis 16. März geben die Organisatoren von Global Change Now (GCN) in der Bachstadt eine eigene Währung heraus: den Lutze-Taler.

http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1321007833143&openMenu=1121028317508&calledPageId=1121028317508&listid=1121028317477

Regiogeld: Kaufkraft an Region binden.

http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1321007833167&openMenu=1121028317508&calledPageId=1121028317508&listid=1121028317477

28.11.2011 die tageszeitung Kurz, knapp, merkelös. Mit dem Zukunftsbeschleunigungsgesetz gegen die Krise. [Rubrik DIE WAHRHEIT] :)

http://www.taz.de/Die-Wahrheit/!82657/

26.11.2011 Vorarlberg Online (A) Kampf um die regionale Kaufkraft. Der „Walgauer“ muss vorerst warten.

http://www.vol.at/frastanz/kampf-um-die-regionale-kaufkraft/3102205

22.11.2011 Münchner Merkur (Lokalteil Geretsried) Comeback des Isartalers. Weihnachten steht vor der Tür, und ProCit hat den Isartaler wiederentdeckt. Diesmal kommt die Regionalwährung allerdings in flotterer Aufmachung daher als vor vier Jahren.

http://www.merkur-online.de/lokales/geretsried/comeback-isartalers-1500056.html

21.11.2011 Deutschlandradio Kultur Neues Geldsystem für Europa. Ein Vorschlag zum Umgang mit den Staatsschulden nach der Krise. Von Helge Peukert

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1608809/

20.11.2011 Rhein-Zeitung Energie & Co. stärker in Bürgerhand nehmen. Beim zehnten Marienstatter Zukunftsgespräch stellt Jörg Schulz vom Westerwälder Initiativen- und Betriebenetzwerk die Brod€inheit vor.

http://www.rhein-zeitung.de/regionales/westerwald_artikel,-Energie-Co-staerker-in-Buergerhand-nehmen-_arid,339470.html

19.11.2011 Hamburger Abendblatt “Lunar” will lokale Wirtschaftskreisläufe stärken. Diskussion über den eurogedeckten Lüneburger “Lunar” und die studentische Zeit-Tauschbörse “emit time”. http://www.abendblatt.de/region/lueneburg/article2099131/Diskussion-ueber-den-Lunar-und-Zeit-als-Waehrung.html [Artikel kostenpflichtig]

17.11.2011 Die ZEIT An den Banken vorbei. Die Finanzkrise stellt unser modernes Geldsystem infrage. Alternative Währungen, die dank Computer und Internet immer professioneller betrieben werden, erhalten neuen Zulauf. Können sie zur Lösung der aktuellen Probleme beitragen?

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2011/06/Alternative-Waehrungen/komplettansicht

16.11.2011 Märkische Oderzeitung Regionalgeschichte auf 292 Seiten: Das neue Eberswalder Jahrbuch ist erschienen. Auch die Regionalwährung “Barni” ist dabei.

http://www.moz.de/lokales/artikel-ansicht/dg/0/1/996602/

12.11.2011 Neues Deutschland Zu einer anderen Gesellschaft. Einst erleichterte Enric Duran spanische Banken, nun druckt er in der katalanischen Kooperative eigenes Geld

http://www.neues-deutschland.de/artikel/210902.zu-einer-anderen-gesellschaft.html

12.11.2011 Chiemgau Online Chiemgauer ohne die Stadt. Die Stadt Trostberg wird nicht Fördermitglied des Chiemgauer Vereins – nach einer Kampfabstimmung mit 11:11 Stimmen. CSU-Fraktionssprecher Hannspeter Fenis hatte unterstellt, die „Unternehmer“ des Chiemgauers würden zwei Prozent der Rücktauschkosten selbst „einstreichen“.

http://www.chiemgau-online.de/portal/lokales/trostberg-traunreut_Chiemgauer-ohne-die-Stadt-_arid,1792940.html

11.11.2011 Trierer Volksfreund Endspurt für ersten Konzer-Doktor-Thaler. Der Konzer-Doktor-Thaler verliert am 31. Dezember seine Gültigkeit. Neue Auflage des Regiogeldes für Konz´folgt im Januar.

http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/konz/aktuell/Heute-in-der-Konzer-Zeitung-Endspurt-fuer-ersten-Konzer-Doktor-Thaler;art8100,2967381

11.11.2011 Die Presse (A) Lokalwährung: Hoffen auf Impulse für die Region. In Österreich gibt es in fast jedem Bundesland regionales Geld, mit dem statt des Euro bezahlt werden kann. Nur wenige Betriebe profitieren davon. Seit der Wirtschaftskrise sind die Anfragen enorm gestiegen.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/707629/Lokalwaehrung_Hoffen-auf-Impulse-fuer-die-Region

11.11.2011 Mainpost (Regionalteil Rhön-Grabfeld) Allianz unterstützt den „Grabfelder“ mit 1000 Euro. 8000 Euro fehlen für die Anschubfinanzierung des Regionalwährungsprojekts – Appell an örtliche Geschäfte und Gastronomie für Mitarbeit

http://www.mainpost.de/regional/rhoengrabfeld/Allianz-unterstuetzt-den-Grabfelder-mit-1000-Euro;art767,6418136

06.11.2011 Die WELT (Welt am Sonntag) “Oh wie schön ist Pfaffenhofen.” Der Schriftsteller Steffen Kopetzky schreibt über seinen Heimatort. (Und lässt auch das Regionalgeld nicht aus).

http://www.welt.de/print/wams/vermischtes/article13700722/Oh-wie-schoen-ist-Pfaffenhofen.html

04.11.2011 Bieler Tagblatt (CH) Wer spart, wird bestraft. Wer Talent hat, kann damit Talente verdienen: Eine Schwundwährung, auf der Negativzinsen erhoben werden. Etliche Seeländer verdienen sich mittels Talenten in der Freizeit ein paar Extras

http://www.bielertagblatt.ch/nachrichten/wirtschaft/wer-spart-wird-bestraft

04.11.2011 Badische Zeitung Kann Regiogeld den Euro ergänzen? Impuls-Abend in Endingen.

http://www.badische-zeitung.de/endingen/kann-regiogeld-euro-ergaenzen–51333058.html

01.11.2011 mmnews.de Geldsystem in Trümmern. Die Verantwortlichen verhalten sich wie Drogendealer, die dem System den letzten Schuss verpassen wollen.

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/8783-geldsystem-in-truemmern#13258019631911&if_height=12788

11/2011 Sein Akademiker fordern Proteste und neues Wirtschaftsmodell.”Finanzmärkte regulieren und Einkommen gerecht verteilen” – unter diesem Titel haben mehr als 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen eine gemeinsame Stellungnahme zur Finanz- und Eurokrise veröffentlicht [attac]

http://www.sein.de/news/2011/november/akademiker-fordern-proteste-und-neues-wirtschaftsmodell.html

28.10.2011 Frankfurter Allgemeine Zeitung Sich verflüssigender Boden. Bei Reinhold Beckmann wurde gestern deutlich, wie sehr die Eurokrise die Sichtweisen auf unser Wirtschaftssystem verändert hat. Und wie hilflos die Politik darauf reagiert, wenn man sie damit konfrontiert.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/f-a-z-fruehkritik-beckmann-sich-verfluessigender-boden-11509065.html

27.10.2011 ARD/youtube.com

Beckmann: Die Euro-Krise – Wie sicher ist unser Geld? Mit Dirk Müller, Ex-Finanzminister Theo Waigel, Wirtschaftsminister Philipp Rösler, Prof. Franz Hörmann, Andreas Neukirch (Vorstand der GLS Bank) sowie CHIEMGAUER-Gründer Christian Gelleri.

27.10.2011 Junge Freiheit Schwundgeld-Illusion. Die Dauerkrise des Euro und der sich abzeichnende Zusammenbruch des Finanzsystems lenken den Blick auf mögliche Alternativen

http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M59d898283ec.0.html

22.10.2011 der Freitag Macht es glücklich? Seit seiner Erfindung geht es mit der Menschheit bergab: Geld verdirbt die Kinder, die Liebe, das Ego. Trotzdem wollen es alle haben: Was sie über Geld wissen müssen

http://www.freitag.de/alltag/1142-geld

21.10.2011 Potsdamer Neueste Nachrichten (Regionalteil Potsdam-Mittelmark) Wenn „Minutos“ den Euro ersetzen. In Wilhelmshorst wird jetzt mit Zeitgutscheinen bezahlt. Das soll helfen, den Euro-Crash zu überstehen.

http://www.pnn.de/pm/588308/

19.10.2011 Passauer Neue Presse (Bayerwald-Bote, Regionalteil Zwieseler Zeitung) Neue Währung: Zwieseler Zehner. Stadt-Marketing führt rechtzeitig zum Beginn des Weihnachtsgeschäftes die neue Gutscheinwährung ein.

http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_regen/zwiesel/247130_Neue-Waehrung-Zwieseler-Zehner.html

18.10.2011 Vorarlberg Online (A) Frastanzer Mittelschüler gewinnt Grafikwettbewerb. Eine Jury aus Grafikern und Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Im Walgau“ hat den Entwurf des Schülers Christopher Schneider von der VMS Frastanz für die neue Regionalwährung auserkoren.

http://www.vol.at/frastanzer-mittelschueler-gewinnt-grafikwettbewerb/3059071

18.10.2011 die tageszeitung (taz Nord, Regionalteil Bremen) 10 JAHRE REGIONALGELD. “Autark zu sein, ist nicht das Ziel”. Seit zehn Jahren hält sich in Bremen der “Roland”. Die alternative Währung könnte die weltweite Finanzkrise lösen, sagt Mitinitiator Karl-Heinz von Bestenbostel.

http://www.taz.de/10-JAHRE-REGIONALGELD-/!80204/

13.10.2011 Badische Zeitung Mit Regiogeld aus der Krise. Franz Galler stellte in Bernau seine Genossenschaftsidee vor.

http://www.badische-zeitung.de/bernau/mit-regiogeld-aus-der-krise–50526820.html

12.10.2011 Mainpost (Regionalteil Rhön-Grabfeld) Studenten aus Coburg arbeiten am Design des “Grabfelders”.Regionalwährung nimmt Fahrt auf – auch Landrat Habermann und die Stadt Bad Königshofen sind inzwischen Mitglieder

http://www.mainpost.de/regional/rhoengrabfeld/Studenten-aus-Coburg-arbeiten-am-Design-des-Grabfelders;art767,6371523

11.10.2011 Chiemgau24.de Regionalgeld – der Weg aus der Eurokrise? Die Eurokrise ist in aller Munde – aber wie kann sie bewältigt werden? Franz Galler zeigte im Sailer Keller Auswege aus der Krise – mittels Regionalgeld.

http://www.chiemgau24.de/traunstein/regionalgeld-eurokrise-traunstein-chiemgau24-1441768.html

04.10.2011 Münchner Merkur (Lokalteil Kreis Dachau) Tag der Regionen: Vielfalt des Dachauer Landes. Auch das Regionalgeld „Ampertaler“ wurde vorgestellt.

http://www.merkur-online.de/lokales/landkreis-dachau/regionen-vielfalt-dachauer-landes-1433923.html

01.10.2011 Weser Kurier Bremer Regionalwährung feiert ihren zehnten Geburtstag: “Das macht dann vier Roland, bitte”

http://www.weser-kurier.de/Artikel/Bremen/Wirtschaft/455943/%22Das-macht-dann-vier-Roland,-bitte%22.html

25.07.2011 die tageszeitung Ideen am Katharinenberg. Über ein Geldprojekt in Stralsund. Von Gabriele Göttle

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ku&dig=2011%2F07%2F25%2Fa0098&cHash=79ab1e6b11

Beiträge aus Blogs und Institutionen (D/A/CH)

23.12.2011 Postwachstumsgesellschaft (blog.postwachstum.de) Wir haben immer die Wahl. Das Klagen und Rufen nach einer besseren Politik und Wirtschaft bringt gar nichts, wenn der einzelne nichts dazu tut – und zwar ganz konkret in seinem eigenen Umfeld, mit eigenen Taten – tagtäglich.

http://blog.postwachstum.de/wir-haben-immer-die-wahl-20111223/

21.12.2011 evidero.de [ein Projekt der KNDM GmbH, der neuen Projektgesellschaft von Konstantin Neven DuMont]

Schwerpunkt: Neue Wege für unser Geld – Das Web-TV Magazin mit Jasmin Pour. Geld ist nicht alles. Geld ist eine Illusion. An eine Illusion muss man glauben.

http://www.evidero.de/themen/geld-ist-nicht-alles

Video: Regiogeld. Der Ausweg aus dem Finanzzirkus. Regiogeld, die Erfolgswährung unter Freunden.

http://www.evidero.de/video-fotos/video-regiogeld

SwissMade – das WIR Gefühl. Das größte komplementäre Währungssystem weltweit – die WIR Bank. Rasmus Elsner traf Hervé Dubois, den Pressesprecher der WIR Bank in Basel.

http://www.evidero.de/themen/swissmade-das-wir-gefuhl

Occupy Money. Mehr Wert für Alle statt mehr Geld für Wenige.Professor Margrit Kennedy kämpft seit 30 Jahren für ein besseres Geldsystem. Die „Grande Dame“ der Alternativgeldaktivisten im Interview mit Rasmus Elsner.

http://www.evidero.de/themen/occupy-money

Gib mir dein Talent. In Tauschsystemen bieten sich die Mitglieder gegenseitig ihre Dienste an. Und sie bezahlen sich nicht in Geld, sondern mit ihren Fähigkeiten.

http://www.evidero.de/themen/gib-mir-dein-talent

“Unser Geldsystem multipliziert Angst und Gier.” Warum wir andere Anreizstrukturen brauchen und welche Chancen komplementäre Währungen bieten. Prof. Dr. Dr. Stefan Brunnhuber im Interview mit Rasmus Elsner.

http://www.evidero.de/themen/unser-geldsystem-multipliziert-angst-und-gier

Zinsfrei zum Eigenheim? Islamische Banken verheißen Unglaubliches.

http://www.evidero.de/themen/zinsfrei-zum-eigenheim

Gute Banken – Böse Banken. Alternative Banken haben Zulauf, bleiben aber Zwerge im Vergleich zur gewöhnlichen Konkurrenz.

http://www.evidero.de/themen/es-geht-auch-anders

07.12.2011 Triodos.de (aus dem Newsletter der Triodos Bank) Fragen kostet nichts. Heute antwortet: der Chiemgauer

http://newsletter.triodos.de/2011/12/07/heute-antwortet-der-chiemgauer/

03.12.2011 news.de Wirtschaftskrise: Das Internet ist voller Geld.

http://www.news.de/wirtschaft/855249084/wirtschaftskrise-parallelwaehrungen-im-internet/1/

22.11.2011 abendfarben.wordpress.com Der Hummel stellt sich vor. Besuch bei der Hamburger Regionalwährung

http://abendfarben.wordpress.com/2011/11/22/verein-der-hummel-beim-netzwerk-grundeinkommen-hamburg-regiogeld-regionale-wahrun/

15.11.2011 Radio Frei Erfurt Occupy Money – Interview mit Prof. Dr. Margrit Kennedy.

http://www.radio-frei.de/index.php?iid=7&ksubmit_show=Artikel&kartikel_id=3541

Audio: http://freieradios.net/mp3/20111116-occupymoney-44342.mp3

11.11.2011 Tageswoche.ch Herr Flassbeck hat schlechte Neuigkeiten: Die Zukunft unseres Wirtschaftssystems sieht düster aus. Falls das Denken der europäischen Politiker nicht rasch und grundlegend ändere, werde der Euro zwangsläufig explodieren. Sagt Heiner Flassbeck, Chefökonom der UNCTAD

http://www.tageswoche.ch/de/2011_45/international/109152/Herr-Flassbeck-hat-schlechte-Neuigkeiten.htm

24.10.2011 Unterguggenberger Institut (A) Zertifikatskurs der Hochschule München zu Gast in Wörgl. Am 22. Oktober 2011 kamen Teilnehmer und Leiter des Zertifikatskurses nach Wörgl, um sich beim Unterguggenberger Institut übers Wörgler Freigeld 1932/33 und Komplementärwährungen heute zu informieren.

http://www.unterguggenberger.org/news.php?m=single&id=693

21.10.2011 Triodos.de “Wir fordern zu neuem Denken über Bankwesen auf” – Triodos Bank veröffentlicht 6 Thesen und Forderungen für eine “neue Bank”

http://blog.triodos.de/2011/10/21/wir-fordern-zu-neuem-denken-uber-bankwesen-auf/

16.10.2011 Berchtesgadener Land Blog Der Sterntaler in “Unser Land”: “Visionär Franz Galler – mit Leidenschaft für seine Region”. Ausstrahlung im Bayerischen Rundfunk am Freitag 17.10.2011, 19:00 – 19:45 Uhr.

http://blog.berchtesgadener-land.com/2011/10/06/der-sterntaler-in-unser-land/

07.10.2011 Finon.info Pannonien führt Regionalwährung in der österreichisch-ungarischen Grenzregion ein. Der Blaufranc gilt grenzüberschreitend und kann in Forint und in Euro gewechselt werden.

http://www.finon.info/blog/pannonien-fuehrt-regionalwaehrung-ein-2892/

05.10.2011 evangelisch.de Der Traum von einer zinsfreien Welt. Im Chiemgau hat der Euro Konkurrenz: In mehr als 600 Geschäften der Region kann man mit dem “Chiemgauer” bezahlen, einer alternativen Währung.

http://www.evangelisch.de/themen/wirtschaft/der-traum-von-einer-zinsfreien-welt49489

18.09.2011 ngo-online.de Mit Wissen gegen Wirtschaftskrisen – Prof. Wolfgang Berger über Ökologie und Ökonomie in der Seminarreihe der Global Change Now Academy

http://www.ngo-online.de/2011/09/18/oekologie-oekonomie-marktwirtschaft/

25.10.011 ZART.org (A) Abschlusstagung mit über 100 BesucherInnen aus fünf Ländern – “ein voller Erfolg”

http://www.zart.org/193.0.html?&pos=2

Negativzins – Spezial

30.12.2011 Wirtschaftswoche Geschenke für Dänemark, Kosten für Italien. Um ihre Staatsanleihen loszuwerden, muss Italien fast sieben Prozent Rendite zahlen. Dänemark bekommt das Geld geschenkt. “Es war die erste Auktion mit negativen Zinsen, die wir bisher hatten”

http://www.wiwo.de/politik/europa/staatsanleihen-geschenke-fuer-daenemark-kosten-fuer-italien/6007264.html

02.12.2011 Financial Times Deutschland Schweiz erwägt Negativzins für Ausländergeld. Als Hort der Sicherheit in unsicheren Zeiten schichten Anleger in Franken um. Der wird dadurch immer teurer. Schweizer Regierung und Notenbank suchen Wege, die Währung zu schwächen. Eine der Möglichkeiten ist dabei auch die Einführung negativer Zinsen.

http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:devisen-schweiz-erwaegt-negativzins-fuer-auslaendergeld/60137133.html

02.12.2011 Frankfurter Allgemeine Zeitung Markt rechnet beim Schweizer Franken mit weiteren Eingriffen. Nach den vorangegangenen Turbulenzen hat sich der Franken zuletzt wenig bewegt gezeigt. Das könnte sich schnell ändern, wenn die Schweiz zur Franken-Schwächung tatsächlich negative Zinsen einführen sollte.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/devisenmarkt-markt-rechnet-beim-schweizer-franken-mit-weiteren-eingriffen-11548544.html

Griechenland Spezial – Komplementärwährung für Griechenland

18.12.2011 ARD (Europamagazin)

Griechenland: Die Schattenwährung. Im ganzen Land sprießen Tauschnetzwerke.

http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/342024_europamagazin/9058282_griechenland-die-schattenwaehrung

12/2011 INWO (Magazinartikel) / SFFO (ausführlicher Bericht) Vom Regiogeld zum nationalen Parallelgeld. Ein Beispiel: die griechische Drachme. Bericht von der Tagung des Seminars für freiheitliche Ordnung in Bad Boll. PDF Download (INWO-Artikel):http://sffo.de/sffo/TB_20111119_Nationales_Parallel_Geld_01.pdf PDF Download (SFFO-Bericht):http://sffo.de/sffo/TB_20111119_Nationales_Parallel_Geld_02.pdf

29.11.2011 NPR (USA) Modern Greeks Return To Ancient System Of Barter. In Volos, a barter system is fostering a new sense of community

http://www.npr.org/2011/11/29/142908549/modern-greeks-return-to-ancient-system-of-barter

24.11.2011 Humane Wirtschaft Griechenland braucht Regiogeld – Eckhard Behrens PDF-Download: http://www.humane-wirtschaft.de/2011_06/HW_2011_06_S02-06.pdf

18.10.2011 Telepolis Die Drachme als Zweitwährung. Eine Komplementärwährung könnte Griechenland ermöglichen, in der Euro-Zone zu bleiben und einen Staatsbankrott zu vermeiden. Von Norbert Rost

http://www.heise.de/tp/artikel/35/35677/1.html

02.10.2011 New York Times (USA) Battered by Economic Crisis, Greeks Turn to Barter Networks. Part alternative currency, part barter system, part open-air market, the Volos network has grown exponentially in the past year, from 50 to 400 members.

http://www.nytimes.com/2011/10/02/world/europe/in-greece-barter-networks-surge.html?_r=1

26.09.2011 ZDF (heute in Europa)

Virtuelle Währung für Athen. Die Schuldenkrise macht erfinderisch: Auf der Webseite ovolos.gr bieten rund 5000 Griechen Dienstleistungen oder Produkte an.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1450394/Virtuelle-Waehrung-fuer-Athen#/beitrag/video/1450394/Virtuelle-Waehrung-fuer-Athen

31.08.2011 ZDF Blog (Hyperland) Alles ohne Euro: Griechen erfinden eigene Web-Währungen

http://blog.zdf.de/hyperland/2011/08/alles-ohne-euro-griechen-erfinden-eigene-web-waehrungen/

Internationale Meldungen

06.12.2011 Parismatch (F) Pézenas fait tourner la planche à billets. En pleine crise de l’euro, la petite ville du Languedoc lance sa propre monnaie: l’occitan.

http://www.parismatch.com/Actu-Match/Societe/Actu/Pezenas-fait-tourner-la-planche-a-billets-369140/?sitemapnews

05.01.2012 Agence de Presse Sénégalese (SN) Présidentielle 2012: Candidat Abdourahmane Sarr, docteur en économie et ancien représentant du Fonds monétaire international (FMI) au Bénin et au Togo, déclare vouloir ‘’rompre avec le centralisme d’Etat et introduire des monnaies locales complémentaires et non concurrentes avec le franc CFA.

http://www.aps.sn/aps.php?page=articles&id_article=88864

26.12.2011 youtube.com/BFMTV (F)

Une monnaie locale qui détrône l’Euro. Reportage de BFMTV sur le Déodat (Vosges).

22.12.2011 Asia Times (CHN) Back to the future. Martin Hutchinson recently advocated a return to a system of “free banking” in order to re-base and re-boot our economy. By Chris Cook

http://www.atimes.com/atimes/Global_Economy/ML22Dj02.html

11.12.2011 Le Républicain Lorrain (F) Une monnaie locale à Beckerich? Il y a quelques mois, la municipalité luxembourgeoise de Beckerich s’est lancée dans un projet qui peut paraître surprenant au pays des banques… [Artikel kostenpflichtig]

http://www.republicain-lorrain.fr/meurthe-et-moselle/2011/12/11/une-monnaie-locale-a-beckerich

08.12.2011 La gazette des communes (F) Economie sociale et solidaire: quand les territoires inventent leur monnaie

http://www.lagazettedescommunes.com/88137/economie-sociale-et-solidaire-quand-les-territoires-inventent-leur-monnaie/

22.12.2012 Rhône-Solidaires.org (F) Questionnaire citoyen: lancement d’une monnaie locale et complémentaire à Lyon. Participez au projet de lancement d’une monnaie locale et complémentaire sur l’agglomération lyonnaise!

http://www.rhone-solidaires.org/questionnaire-citoyen-lancement-d-une-monnaie-locale-et-complementaire-lyon#.TvSymzosRLg.facebook

06.10.2011 Wall Street Journal (USA) Community Currencies Aim to Aid Merchants. Hoping to keep their money close to home, three Bay Area communities have begun operating their own currencies. http://online.wsj.com/article/SB10001424052970204612504576609593836887476.html [Artikel kostenpflichtig]

26.09.2011 YES Magazine (USA) Evergreen Cooperative Corporation Cleveland pays workers 20 percent in cash and 80 percent in “capital credits”. “Sustainability in the broadest sense can only be created if you can stick capital where it won’t get up and leave”

http://www.capitalinstitute.org/sites/all/modules/civicrm/extern/url.php?u=437&qid=37250

Beiträge aus Blogs und Institutionen (international)

05.01.2012 energybulletin.net (USA) Just in time. Timebanks are catching fire – a clever tool to circumvent the scarcity and misdirection of conventional money.

http://energybulletin.net/stories/2012-01-05/just-time

05.01.2011 beyondmoney.net (Tom H. Greco) (USA) Taking Cashless Trade to a Higher Level. Empowering Barter Members to Recruit Their Suppliers

http://beyondmoney.net/2012/01/04/taking-cashless-trade-to-a-higher-level/

19.12.2011 Isotoma.com (USA) The Brixton Pound – Making money work for more than profit. The Brixton Pound project was conceived by a couple of local people in Brixton, and is supported by QOIN, the New Economic Foundation (NEF) and Transition Network. The project is the first of its kind in the UK.

http://www.isotoma.com/news/the-brixton-pound-making-money-work-for-more-than-profit

18.12.2011 webisteme.com (USA) Self-Issued Credit in the Middle Ages. All over the world, money took on unprecedented forms as credit tokens issued by peers in relationships of trust, or ‘self-issued credit.’

http://www.webisteme.com/blog/?p=993

08.12.2011 energybulletin.net (USA) Durban Dollars: Tck Tck Tck Money. “Retire fractional reserve (debt based) Federal currency; open the floodgates to local currencies in all their shades and colors; require taxes to be paid in that which we most wish to encourage; and reconsider what constitutes real wealth.”

http://energybulletin.net/stories/2011-12-08/durban-dollars-tck-tck-tck-money

07.12.2011 EcoBlog (Green Rewards for Sustainable Living) (UK) Currency in the Community. A growing group of communities are attempting to break away from the constraints of their official currency.

http://www.greenrewards.co.uk/blogs/EcoBlog/2011-12-07/%3E+Currency+in+the+Community

06.12.2012 Openfile Calgary (CA) Alternative currency promotes buying local. Calgarians connected by complementary Currency

http://calgary.openfile.ca/calgary/text/connecting-calgarians-complementary-currency

05.12.2011 Punkmoney.org/twitter.com #PunkMoney is a promise currency. Anyone can create, transfer or redeem it on Twitter.

http://www.punkmoney.org/help/

25.11.2011 themonetaryfuture.blogspot.com (USA) Air Guitars and Bitcoin Regulation. Legal issues from an international perspective.

http://themonetaryfuture.blogspot.com/2011/11/air-guitars-and-bitcoin-regulation.html

22.11.2011 cocreatr.typepad.com (Bernd Nurnberger) (USA)

Money – pick-me-up. Bernard Lietaer starts with what the Occupy movement may stand for, moves on to the systemic issues of monetary monoculture and introduces the reason the Swiss economy is so amazingly stable – resilience through monetary diversity.

http://cocreatr.typepad.com/everyone_is_a_beginner_or/2011/11/moneypick-me-up.html

22.11.2011 extraenvironmentalist.com Episode 29; Creating Wealth. Interview with Gwendolyn Hallsmith and Bernard Lietaer about Creating Wealth: Growing Local Economies with Local Currencies, their recent book on how to implement complementary currency systems while creating intentional cities with money ecosystems.

http://www.extraenvironmentalist.com/episode-29-creating-wealth/

15.11.2011 The New Economics Party (neweconomics.net.nz) (NZ) Change the Money System to combat climate change. New Zealand: The New Economics Party wants to allow SMEs to pay national taxes in Community Currency

http://neweconomics.net.nz/index.php/tag/complementary-currencies/

11.11.2011 youtube.com

Bitcoin Conference: David Birch (Fuse Group): Next Generation Money – The Opportunities.

11.11.2011 businessinsider.com “Dwolla”-Founder Ben Mill – 28 Year Old Wants To Completely Kill Credit Cards.

http://www.businessinsider.com/this-28-year-old-is-making-sure-credit-cards-wont-exist-in-the-next-few-years-2011-11

10.11.2011 vimeo.com

Occupy Wall Street Teach-In with Douglas Rushkoff. “The law of extraction is over. The law of peer-to-peer economy is back!”

http://www.stumbleupon.com/su/15xH6M/vimeo.com/31918806

09.11.2011 energybulletin.net Hubbert’s Third Prophecy. “We have evolved a culture so heavily dependent upon the continuance of exponential growth for its stability that it is incapable of reckoning with problems of non-growth”

http://energybulletin.net/stories/2011-11-09/hubberts-third-prophecy

02.11.2011 Harvard Political Review (USA)/Kickitover.org An Open Letter to Greg Mankiw. “Dear Professor Mankiw, Today, we are walking out of your class, Economics 10, in order to express our discontent with the bias inherent in this introductory economics course.”

http://hpronline.org/harvard/an-open-letter-to-greg-mankiw/

More on http://kickitover.org/ | Before economics can progress it must abandon its suicidal formalism.

01.11.2011 finextra.com American Express files virtual currency patent. Amex has filed a patent for a system and method for using loyalty rewards as a currency.

http://www.finextra.com/news/fullstory.aspx?newsitemid=23113

24.10.2011 thenextweb.com/africa Local transactions by Kenya’s mobile money service M-Pesa exceeds Western Union’s global transactions, and provides mobile banking facilities to more than 70 per cent of the country’s adult population, the IMF reports.

http://thenextweb.com/africa/2011/10/24/local-transactions-by-kenyas-mobile-money-service-m-pesa-exceeds-western-unions-global-transactions/

17.10.2011 youtube.com/TEDx

Jem Bendell – The Money Myth. TEDxTransmedia 2011

06.10.2011 beyondmoney.net (Tom H. Greco) (USA) An Update on the Iceland Financial Crisis. Prof. Margrit Kennedy, author of “Interest and Inflation Free Money”, traveled to Iceland recently on a fact-finding tour. Her report below provides some insights.

http://beyondmoney.net/2011/10/06/an-update-on-the-iceland-financial-crisis/

01.10.2011 P2P Foundation (blog.p2pfoundation.net) Swedish Economist Alf Hornborg: We need an economy with at least two incommensurable currencies, to distinguish between values that should not be interchangeable, such as local subsistence and survival versus globalized entertainment

http://blog.p2pfoundation.net/alf-hornborg-we-need-an-economy-with-two-incommensurable-currencies/2011/10/01

26.08.2011 nakedcapitalism.com (USA) What is Debt? An Interview with Economic Anthropologist David Graeber

http://www.nakedcapitalism.com/2011/08/what-is-debt-–-an-interview-with-economic-anthropologist-david-graeber.html

weitere französische Meldungen zum Thema Regiogeld und Komplementärwährungen auf diesem exzellenten Blog (F): Monnaies en Débat – Currencies in Debate – Monedas en Debate – Moedas em Debate “All about social and community currencies / Tout sur les monnaies sociales et complémentaires”. Curated by Institut Palmas Europe.

http://www.scoop.it/t/social-currencies

Veranstaltungen (D/A/CH)

10. Januar 2012 Koblenz Lokale Agenda 21 Koblenz: AG Regionales Wirtschaften bearbeitet das Thema Regiogeld. Rathausgebäude I, Raum 103, Gymnasialstraße 1-3, 56068 Koblenz Beginn: 18:00 Uhr Infos: http://www.koblenz.de/gesundheit_umwelt/lokale_agenda_21_agenda_gruppen_regionales_wirtschaften.html

20. und 21. Januar 2012 Bern (CH) Wachstumswahnsinnloswerden Workshops und Vorträge: Die hohe Qualität der 2000-Watt Lebensweise (AG Nachbarschaften, Neustart Schweiz) Ende des Wachstumsträgers Erdöl – was nun? (Décroissance Bern) Die Folgeerscheinungen des Geldsystems (ATTAC Deutschland) bazore – Zeit tauschen in Bern Landwirtschaft als Care-Arbeit (WoZ-Redakteurin Bettina Dyttrich) Die Weltwirtschaftskrise: Konsequenzen und Perspektiven (Karl-Heinz Roth) Schweizpremiere des Films “Die Ökonomie des Glücks” Eintritt: Kollekt / Abendprogramm: Fr. 25.- Infos: http://www.tourdelorraine.ch

24. Januar 2012 Starnberg Zukunftsfähig handeln und wirtschaften für das Gemeinwohl – die Regionale Wirtschaftsgemeinschaft ReWiG München eG Der REGIO Oberland lädt ein zur Vorstellung der ReWiG München eG. Veranstaltungsort: Schloßberghalle, Vogelanger 2, 82319 Starnberg. Beginn: 19:00 Uhr Infos und Anmeldung: http://de.amiando.com/ZEAMPUE.html

Jan-April 2012 Solothurn (CH) “Geld und Arbeit” – Frühjahrszyklus des Café philo So, 29.1.2012: Was ist die Bedeutung von Geld für unsere Zivilisation? Moderation: Alexander Dill So, 26.2.2012: Was ist Arbeit? Moderation: Ueli Maeder So, 25.3.2012: Macht Konsum frei? Moderation: Andreas Giger So, 29.4.2012: Geld regiert die Welt; doch wer regiert das Geld? Moderation: Christoph Pfluger Restaurant du Commerce, Friedhofplatz, Solothurn, jeweils von 11-13:00 Uhr Eintritt frei (Kollekte) Infos: http://www.cafephilo.ch

9. bis 11. März 2012 Langnau im Emmental (CH) Forum regiotop2 Schwerpunktthemen: Geld, Lebensmittel, Energie und der Wandel in Form von “Transition Towns” Zentrum Iffisbrücke, 3550 Langnau im Emmental Infos: http://www.regiotop2.ch

7. und 8. Juni 2012 Leipzig fairventure 2012 – Mehr als Geld: Wirtschaft gestalten Infos und Anmeldung: http://www.fairventure.de

Literatur und Wissenschaft

Kennedy, Margrit: “Occupy Money.” Damit wir zukünftig ALLE die Gewinner sind J.Kamphausen Verlag, 2011, 112 S., Paperback. ISBN: 978-3899015959, 9,95 Euro. Bestellung ab Verlag: http://weltinnenraum.de/Autorin/Margrit-Kennedy/Occupy-Money.html Blog zum Buch: http://www.occupy-money.de/occupy-money Facebook Fanpage: http://www.facebook.com/MargritKennedy.OccupyMoney

Plettenbacher, Tobias: “Neues Geld – Neue Welt”, 12. aktualisierte und überarbeitete Auflage PDF Download: http://www.timesozial.org/fileadmin/Download/Neues_Geld_-_Neue_Welt_V3.03_Web.pdf

Dittmer, K. (2011): Communal Currencies in Venezuela. In: International Journal of Community Currency Research 15 (A), p. 78-­83, ISSN 1325-­9547. Download: http://www.ijccr.net/IJCCR/2011_(15)_files/IJCCR%202011%20Dittmer.pdf

Gauvin, Marc (2011): BIBOcurrency – The Science of Stability Applied to Money Systems. PDF Download:http://bibocurrency.org/English/BOOK%20DOWNLOAD.htm

Thiel, Christian: The German Regiogeld System and its Handling in Everyday Life. Working paper to be presented at the International Conference on Community Currencies “Thirty years of community currencies – what next?”, February 16-17th, 2011, Lyon (France) View or download here: http://www.scribd.com/doc/59754563/The-German-Regiogeld-System-and-Its-Handling-in-Everyday-Life-Christian-Thiel-2011

Hinweise: Dieser Newsletter wurde zusammengestellt auf Basis zahlreicher Quellen. Für die Richtigkeit der Inhalte wird keine Gewähr übernommen, sie spiegeln auch nicht die Meinung des Redakteurs wieder. Sie sind auf den Newsletter aufmerksam geworden und möchten ihn selbst abonnieren? Einfach eine Mail mit dem Betreff “abonnieren” an regiogeld-presse@livingcity.de Sie wollen den Newsletter abbestellen? Mail mit Betreff “abbestellen” an regiogeld-presse@livingcity.de Ältere Ausgaben des Regiogeld-Presse Newsletters (ab 08/2009) sind archiviert unter http://monneta.org/index.php?id=229&kat=89.

– “Either we undertake voluntary change now – or we face involuntary change later.” Chris Martenson

Dipl.-Ing. Ludwig Schuster Projekt Manager Sustainability

livingcity.de – wir machen stadt Herrfurthstr. 12 d-12049 Berlin

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Kampagnen

Erstens haben wir eine Kampagne gestartet, um Unternehmen und ihre Gewerbesteuern ins Wendland zu locken. Schließlich haben viele Unternehmen ihr Geschäftsmodell dem Atomausstieg zu verdanken – und diesen hat Deutschland wiederum uns zu verdanken! Mehr auf www.dankefuerdenatomausstieg.de.

Und zweitens wollen wir noch stärker den Fokus darauf lenken, daß das Thema Kreisfusion nicht unabhängig von Gorleben gedacht werden sollte.

Das Endlagersuchgesetz soll die unsachgemäße Standortauswahl „Gorleben“ durch ein neues Gesetz heilen. Der Neustart soll vor allem die Standortauswahl gerichtsfest machen, weil der Untersuchungsausschuss gezeigt hat, dass die bisherigen Auswahlkriterien hierfür nicht ausreichten.

Parallel soll die politische Landschaft für ein Endlager in Gorleben vorbereitet werden. Unter dem Deckmantel von Haushaltskonsolidierung soll der Landkreis Lüchow-Dannenberg als politische Einheit zerschlagen werden. Die Signale des Landes verstehe ich so: wir kriegen keine faire Chance; das was Goslar zugestanden wurde, soll uns verwehrt werden! Damit wir endlich aufhören, uns so widerborstig gegen Gorleben zu stemmen.

Eigentlich müßte man eine Kampagne machen mit dem Ziel, möglichst viele Unterschriften unter einen Appell ans Innenministerium zusammenzubekommen:

“Sehr geehrter Herr Innenminister Schünemann,

Recht auf Eigenentschuldung, kein Zwang zur Fusion! Kein Missbrauch des Zukunftsvertrages, um unliebsame Strukturen zu zerschlagen.

Und so weiter . . .

Albrecht von Sydow

Albrecht ist Mitgründer und Vorstand des Vereins Wendepunktzukunft e.V.

So geht’s

Der wendländischen Firma Winterhoff ist mit diesem Film – wie ich finde – ein echter Coup gelungen. Weg von der deprimierenden “Das Wendland stirbt aus” Stimmung hin zu einer konstruktiven “Hier geht was – und zwar stark aufwärts” Einstellung. Hier gibt’s nur den Anfang – wir machen ja keine Werbung – aber den vollen Film findet man auf youtube. Wenn man nach dem hier gezeigten Teil alle wendländischen Unternehmungen mit kurzen Bildern portraitieren würde . . . Wow, das wär ganz schön stark!

Albrecht von Sydow

Albrecht ist Mitgründer und Vorstand des Vereins Wendepunktzukunft e.V.

Blogtext-1

“Verdurstet in der Breitbandwüste”

vorstehender Titel eines Artikels in der TAZ von heute trifft auch für viele WendländerInnen zu. Ich finde den Artikel nicht nur sehr lesenswert. Es ist auch überlegenswert, ob wir uns nicht im Wendland auf kommunaler Ebene den Bemühungen aus den Nachbargemeinden in Sachsen-Anhalt anschließen sollten.

Albrecht von Sydow

Albrecht ist Mitgründer und Vorstand des Vereins Wendepunktzukunft e.V.

Quo Vadis Wendland?

In einem offenen Brief wägt WPZ-Mitglied Albrecht von Sydow Vor- und Nachteile einer Fusion des Landkreises mit den Nachbarkreisen und zeigt Möglichkeiten auf, wie diese Fusion vermieden werden könnte. Hier findet Ihr den Brief als lesefreundlicheres PDF zum Ausdrucken: 120306 Quo Vadis Wendland – avs

Liebe Wendländerinnen und Wendländer,

der Landkreis hat 127 Millionen Euro Schulden. Das Land Niedersachsen ist bereit, drei Viertel der Schulden der Kommunen und des Kreises zu übernehmen. Dies ist ein Angebot, das nicht abgelehnt werden kann. Schuldenlast und Zinspflichten schnüren den kommunalen Verwaltungen sonst den Atem ab.

Vorraussetzung für die Entschuldung ist - entweder eine Reform der Verwaltungsstruktur, d.h. Fusionen der Samtgemeinden und/oder Fusion des Landkreises mit Lüneburg (und evtl. Uelzen), - oder es muß plausibel dargestellt werden, daß Kommunen und Landkreis künftig mit ausgeglichenem Haushalt, also ohne neue Schulden auskommen.

Wenn man sich umhört, scheint alles auf eine Fusion des Landkreises mit Lüneburg hinauszulaufen. Auch wenn die meisten Kommunalpolitiker einer solchen Entwicklung skeptisch gegenüberstehen, sieht man keinen anderen Ausweg. Das ist allen bekannt. Aber geht es hier wirklich darum, dem Landkreis und den Kommunen zu helfen? Geht es wirklich darum, die Verwaltungen sparsamer und effizienter zu machen, so daß sie bürgerfreundlicher sind?

Ich werfe mal einen sehr oberflächlichen Blick auf die Vor- und Nachteile einer Fusion auf Landkreisebene, auf die wir vermeintlich unweigerlich zusteuern.

Der einzige (für mich) erkennbare Vorteil einer Fusion wäre, daß durch die Zusammenlegung von Teilen der Verwaltung Geld gespart werden könnte. Ob das aber realistisch ist? Vielleicht erweist sich der Versuch, auf diese Weise Geld einzusparen als Schildbürgerstreich? Wir wissen, daß zentralistische Strukturen zu mehr Verwaltungsakten führen. Derzeit haben viele Kommunalpolitiker und Unternehmer Ansprechpartner in der Kreisverwaltung, zu denen ein persönliches Vertrauensverhältnis besteht. Deswegen werden Auskünfte häufig informell gegeben und Anfragen auf einem vergleichsweise kurzen Dienstweg erledigt. Wenn diese persönlichen Beziehungen wegfallen, erhöht das den bürokratischen Aufwand. Dieser Mehraufwand steht den avisierten Einsparungen entgegen und übersteigt sie vielleicht sogar.

Es gibt drei weitere Nachteile:

Erstens leben im Landkreis Lüneburg 134 Menschen pro Quadratkilometer, insgesamt 180 Tausend. In unserem aber nur 40/km2, insgesamt 50 Tausend, d.h. 22% der Bevölkerung eines mit Lüneburg fusionierten Kreises (16% eines Großkreises mit Uelzen). Wichtige Verteilungsfragen im Rahmen von Wirtschaftsförderprogrammen werden aber auf Kreisebene entschieden. Wer wäre so naiv zu glauben, daß wir von den Kuchenstücken künftig noch etwas abbekämen? Insbesondere mit dem Wissen, daß unterschiedliche Bevölkerungsdichten auch völlig unterschiedliche strukturelle Defizite und Bedürfnisse haben?

Derzeit machen Renate Ortmanns-Möller in der Kreisverwaltung und die kreiseigene Wirtschaftsförderung einen wunderbaren Job, Fördermittel ins Wendland zu holen. Wenn diese und alles, was sie leisten, wegfallen, verlieren wir sehr viel, was in unseren kommunalen Haushalten gar nicht unmittelbar auftaucht. Die Effekte ihrer Arbeit wirken sich vielleicht relativ schnell in Arbeitsplätzen, aber nur indirekt und langfristig auf steigende Gewerbesteuern etc. aus.

Zweitens verlängern sich die Anfahrtswege unzumutbar. Daß Menschen aus Schnackenburg, Holtorf, Gummern und Kapern künftig mehr als eine Stunde Autofahrt rechnen müssen, um die Kreisverwaltung zu erreichen, bzw. einen noch viel absurderen Aufwand betreiben, wenn sie auf öffentliche Verkehrsmittel zugreifen müssen, ist schlicht abartig – mir fällt kein besseres Wort dazu ein. Auf der Ebene der menschlichen Bedürfnisse lassen sich natürlich zahlreiche weitere Nachteile anführen. Wer will glauben, daß eine Lüneburger Kreisverwaltung ihre Aufgabenbereiche Sozialfürsorge, weiterführende Schulen, öffentlicher Nahverkehr, Bauwesen, Kreisstraßen etc. wirklich mit Blick auf die im Wendland völlig anders gearteten Bedingungen und Bedürfnisse ausrichtet? Muß man nicht viel eher davon ausgehen, daß sie ihr ganzes Augenmerk auf die Bedürfnisse reicher Speckgürtel-Hamburger legt, von denen unverhältnismäßig viel mehr Steuereinnahmen zu erwarten sind?

Und drittens verlieren wir unsere regionale Identität. Dafür kann man sich vielleicht nichts kaufen. Aber der politischen Identität des Wendlands verdankt Deutschland möglicherweise den Atomausstieg. Das mag abgehoben klingen, aber ich finde diesen Zusammenhang nicht abwegig. Es sind ja nicht nur die Menschen gewesen, die auf die Straße gegangen sind und protestiert haben. Sondern auch unsere Kreispolitiker aus allen politischen Lagern haben auf Landesebene in Sachen Atom- und Endlagerpolitik immer wieder gegen den Strich ihrer eigenen Parteien gebürstet.

Das Wendland war wirtschaftlich betrachtet in Niedersachsen vielleicht immer nur unbedeutender Blinddarm. Aber politisch waren wir immer ein sehr sichtbarer, ein sehr unbequemer und ein sehr widerborstiger Bremsklotz in diesem Systemgetriebe, das ohne uns in Gorleben schon lange ein Endlager für Atommüll in Betrieb genommen hätte. Und wir alle wissen, daß das Fehlen eines solchen Endlagers ein entscheidendes Argument für den Atomausstieg war.

(Randnotiz: Wenn die Wendländer als Belohnung für ihre 30jährigen Anstrengungen auch nur 1% dessen erhalten würde, was Deutschland in Folge des Atomausstiegs einspart, dann könnte sich der Kreis das Erheben von Steuern künftig sparen und die Dörfer pflastern mit Kitas, Grundschulen, Bürgerbüros und Bushaltestellen mit komfortablen Fahrplänen).

Worum geht’s bei dieser angestrebten Landkreisfusion also eigentlich? Die Nachteile für die Region sind so eindeutig, daß es offensichtlich nicht darum geht, etwas für die Menschen zu tun. Aber worum geht’s denn dann? Selbst wenn kein einzelner böser Mensch in die Haftung genommen werden kann, wird man das Gefühl nicht los, daß die herrschende (finanz-)kapitalistische Systemlogik uns als späte Strafe dafür, daß wir uns quergestellt haben, jetzt unsere regionale Identität wegnehmen will.

Ich höre schon das Gegenargument, daß die Identität der Wendländer unabhängig sei von Verwaltungsstrukturen. Aber genau das stelle ich in Frage. Natürlich wird sich das Identitätsgefühl nicht von einem Tag auf den anderen verändern. Aber nach einigen Jahren schon. Und es ist auch völlig verständlich, wenn die Menschen in Hitzacker oder Clenze sich in einem fusionierten Landkreis politisch und wirtschaftlich anders ausrichten als bisher. Schon jetzt ist es ja so, daß die Samtgemeinden nicht in allen Fragen an einem Strang ziehen. In einem fusionierten Großkreis würden sie sich in dem einen oder anderen Fall vielleicht sogar gegeneinander ausspielen lassen.

Und auch die Planvariante, die Samtgemeinden zu einer Großsamtgemeinde zu fusionieren, auf die ein Teil der Kreisverwaltungsaufgaben übertragen werden könnte, würde nur Symptome kaschieren. Der Sichtbarkeits- und Bedeutungsverlust, den die Region erleidet, wenn wir im politischen System eine Hierarchiestufe runtergeschubst werden, führt früher oder später auch zu einem Identitätsverlust. Wenn man in zehn Jahren in den Landkreis fährt, dann fährt man halt nach Lüneburg. Oder in die Peripherie von Lüneburg. Oder in die Peripherie der Peripherie. Aber nicht mehr ins Wendland.

Genug der Rummoserei. Gibt es einen Ausweg? Haben unsere gewählten kommunalen Politiker in den Samtgemeinden und im Kreis nicht alle Möglichkeiten ausgelotet? Ich kann diese Frage nicht beurteilen, aber mein Eindruck ist, daß wirklich sehr große Anstrengungen unternommen wurden, diese Fusion zu vermeiden. Und daß schlicht der Punkt erreicht ist, wo der Landrat und die anderen gewählten Vertreter keine realistische Alternative sehen.

Hier lohnt es sich vielleicht zu erwähnen, daß es sich bei dem weitaus größten Teil der Ausgaben der Samtgemeinden und des Landkreises um Pflichtaufgaben handelt. Also um Aufgaben, die gesetzlich wahrgenommen werden müssen. Hier haben die Politiker also gar keinen Handlungsspielraum. Wie sinnvoll es wäre, in unserem Landkreis am Schulwesen zu sparen, mag jeder selbst beurteilen. Eine gute Schulsituation ist aber ein Hauptargument für junge Familien, die in den Landkreis ziehen wollen. Hier darf nicht gekürzt werden. Es spricht wirklich Bände, daß nach unendlichen Sitzungen und Diskussionen die einzige gangbare, vom Landrat vorgeschlagene Möglichkeit, den Haushalt zu entlasten, darin besteht, 5 Blitzer aufzustellen.

Also, wenn man sich die verschiedenen gemachten Vorschläge anschaut, wenn man sich mit dem einen oder anderen Kommunalpolitiker unterhält, gewinnt man den Eindruck, daß hier wirklich nach bestem Wissen und Gewissen und sehr ernsthaft versucht wurde, Alternativen zu suchen. Aber daß die Handlungsmöglichkeiten der Politik schlicht ausgeschöpft sind. Und daß unser ziemlich großer Schuldenberg in Kombination mit Gesetzen, die unserer Verwaltung die Hände binden, zu einem Sachzwang führt, der in den Augen eines pragmatischen Politikers nur in eine Richtung führen kann: Fusion der Landkreise.

Aber ist das wirklich alles? Nur weil den Politikern keine anderen Handlungsalternativen offenstehen, muß das gleiche auch für uns Bürgerinnen und Bürger gelten? Werden wir jetzt alle zu Lüneburgern? Kann es wirklich sein, daß ein Defizit von 5 Millionen pro Jahr, also pro Einwohner 100€, bzw. 8€ monatlich ausreicht, um uns jeder Freiheit zu berauben, selbst darüber zu bestimmen, wie unser Bau- und Straßenwesen, wie die Schulen und die Versorgung der sozial Schwächeren verwaltet werden?

Das Wendland ist in der Lage, einmal im Jahr 20,000 Menschen beim Castor Transport mit Essen und Schlafplätzen zu versorgen. Wir sind in der Lage 20,000 Polizisten zu beschäftigen und Castor-Transportkosten von 33,5 Millionen Euro zu verursachen. Wir organisieren Sternfahrten nach Berlin, 600 Trecker beteiligen sich an Blockaden, wir haben rund um den Widerstand die kulturell bunteste und vielfältigste Region Deutschlands geschaffen. Alles freiwillig, alles grass-roots organisiert, alles ehrenamtlich, alles gemeinnützig.

Mir erscheint es geradezu abwegig, daß Menschen, die in der Lage sind, so gewaltige Leistungen für das Gemeinwohl über einen so langen Zeitraum zu erbringen, es nicht schaffen sollten, sich erfolgreich gegen diese absurde Fusion zu stemmen.

Was können wir tun? Demonstrieren hilft nicht – weil die Politiker keine andere Wahl haben. Wir müssen ins positive, ins konstruktive Handeln kommen. Hier ein paar Ideen:

1. Idee: Die Finanzinformationen, die eine bürokratische Verwaltung zur Verfügung stellt, sind unzureichend (auch wenn sie weiß Gott sehr detailliert und umfangreich sind). Ich vermute, daß es viele Menschen im Landkreis gibt, die das Schul- und Sozialwesen gerne ehrenamtlich unterstützen würden. Aber die Buchhaltung der Samtgemeinden unterscheidet meines Wissens nicht sauber genug zwischen Kostenstellen und Kostenarten. Deswegen kann man gar nicht beurteilen, an welchen Stellen durch ehrenamtliche Beiträge wie viel eingespart werden könnte. Es gibt genügend Betriebswirte und Unternehmensberater im Landkreis, um die Finanzinformationen so aufzubereiten, daß viel effektiver und mit viel spitzerem Bleistift ehrenamtliche Tätigkeiten kostensparend einbezogen werden könnten. Ich selbst wäre gerne bereit, mehrere Stunden meiner Zeit pro Woche zu spenden, wenn sich eine Gruppe von Gleichgesinnten fände, mit der man dieses Projekt in Angriff nehmen könnte.

Als Folge aus dieser Idee könnte eine Börse entstehen für Tätigkeiten, die über Hausaufgabenbetreuung und Fahrdienste bis zu Hausmeisterarbeiten in öffentlichen Gebäuden reichen, um nur einige zu nennen. Auf dieser Börse würde der öffentliche Bedarf mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern vernetzt werden.

2. Idee: Fast fünfzig Prozent des Kreishaushalts entfallen auf “Sachaufwand Soziales”. Damit sind Unterstützungsleistungen für sozial Schwächere gemeint. Wir sollten uns in den Gemeinden und einzelnen Straßen von Gemeinden zusammensetzen und ernsthaft mit unseren Nachbarn darüber sprechen und nachdenken, ob wir nicht Möglichkeiten finden, Sozialhilfeempfänger in unserer direkten Nachbarschaft in unsere Alltage zu integrieren. Ob wir es nicht schaffen, brachliegende Talente und Kompetenzen zu fördern und ihnen ökonomisch Geltung zu verschaffen. Wenn nur zehn Prozent der Sozialhilfeempfänger über solch nachbarschaftliches Engagement wirtschaftlich wieder autark würden, würde das nach meiner Rechnung alleine ausreichen, um das Defizit auszugleichen. Katharina Abelmann und Manfred Geldmacher aus Gartow haben hierzu sehr spannende Gedanken entwickelt.

Im Rahmen der Vereinsarbeit von Wendepunktzukunft planen wir, sowohl Workshops zum Thema “Community Organizing” anzubieten als auch Unterstützung bei der Organisation von Wohnzimmerparlamenten, in denen solche Themen entwickelt werden könnten.

3. Idee: Alle Kommunikation/Anträge etc. zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Verwaltung sollte online erfolgen können. Wenn sich in jedem Dorf ein oder mehrere Freiwillige finden, die einmal (oder mehrmals) im Monat ihren Computer und Hilfestellung anbieten, damit ihre Nicht-Internet affinen Nachbarn Anträge ausfüllen und stellen können, könnten sowohl für die Verwaltung als auch für Bürgerinnen und Bürger Kosten eingespart werden.

4. Idee: Die Entwickler von Infrastrukturprojekten wie Windparks könnten unterstützt werden, wenn sie einen Teil der Projekte offenen Bürger-Fonds anbieten, aus denen wiederum ein Beitrag geleistet werden könnte zum weiteren Schuldenabbau der Kommunen. Ich könnte mir vorstellen, daß Fried von Bernstorff z.B., der überlegt im Gartower Wald einen Windpark zu bauen, aufgeschlossen wäre für eine solche Idee.

Ich glaube, daß es nur an uns liegen kann, ob wir kreispolitisch autark bleiben oder nicht. Wir müssen nur laut und deutlich sagen, daß wir das wollen, und dem auch Taten folgen lassen. Jeder wie und wo er kann. So wie beim Castor.

Es gibt aber nur noch wenig Zeit (bis März 2013 muß alles in trockenen Tüchern sein). Folgende Schritte wären zu tun: 1. Schritt: Laute Überzeugungsarbeit der kommunalen Politiker, sich zwecks Entschuldung lieber für die scharfen und schmerzhaften Einsparungen zu entscheiden, als für die Fusion. 2. Schritt: Lokale Grasswurzelanstrengungen in allen Gemeinden, diese Einsparungen durch ehrenamtliche Tätigkeit zu kompensieren. Nur dann verstehen und glauben die kommunalen Politiker, daß die Selbständigkeit des Kreises eine Zukunft hat. Ich glaube sogar, daß hieraus eine Entwicklung möglich ist, die uns alle deutlich reicher macht. 3. Schritt: Bindender Vertrag zwischen den Gemeinden und dem Kreis, das künftige Neuverschuldungen ausgeschlossen werden, weil wir nie wieder in diese Situation kommen wollen.

Ich halte es für gut möglich, daß ich diesen offenen Brief in großer Naivität und Ahnungslosigkeit geschrieben habe. Ich weiß auch, daß viele Fusionsbefürworter argumentieren, daß man nur die Wahl hätte, die Fusion selbst zu gestalten, oder aber vom Land zwangsfusioniert zu werden. Wenn aber breite Teile der Bevölkerung Anstrengungen unternehmen, die Autarkie des Kreises zu erhalten, dann möchte ich den Politiker sehen, der einen Ort lebendigen Bürgerengagements zwangsweise auflöst.

Ich hoffe und es fühlt sich für mich so an, daß diese existentielle Krise des Landkreises vielleicht eine große Chance bedeuten kann. Eine Chance, daß Bürgerinnen und Bürger selbst bestimmen, welche Gemeingüter von wem und auf welcher Hierarchieebene am besten erarbeitet und beschützt werden. Daß wir uns endgültig verabschieden von der entmündigten Obrigkeitshörigkeit und selbst die Dinge so gestalten, wie sie vernünftigerweise gestaltet werden müßten.

Für eine (schulden-)freie Republik Wendland!

 

Albrecht von Sydow

Albrecht von Sydow

Albrecht ist Mitgründer und Vorstand des Vereins Wendepunktzukunft e.V.