Schlagworte: Humusaufbau

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Wundererde aus dem Wendland?

Nun, die Wundererde wird so schnell noch nicht aus dem Wendland kommen. Wer aber ins Wendland kam, ist Ralf Hoogestraat vom NDR. Und der hat unseren Verein im Zuge des Clima Carbo Projektes ein Jahr lang begeleitet und eine wunderschöne Reportage produziert. Wir drücken an dieser Stelle dem Ralf einen herzlichen Dank aus!

Die Reportage ist noch eine Weile über die Mediathek des NDR zu finden: hier

Und auf YouTube und in anderen Foren wird schon fleißig über den Beitrag diskutiert.

WPZ Redaktion

Trecker

Terra Preta, die legendäre Schwarzerde – Mythos oder Chance?

Die Terra Preta beschäftigt heute Medien, engagierte Laien und auch Fachwissenschaftler. Sie wird intensiv, häufig auch kontrovers diskutiert. Befürworter glauben, mit ihr die Bodenfruchtbarkeit erstmalig dauerhaft erhalten zu können. Kritiker bezweifeln das. Nun hat Dr. Jürgen Reckin, ein anerkannter Protagonist der Terra Preta, in einem aufschlussreichen Artikel über seine Erfahrungen berichtet. Dazu einige Anmerkungen und Fragen … Weiterlesen

Dr. Rainer Kluge

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Erkenntnisse von unserer Exkursion zu Dr. Jürgen Reckin am 28.4.2012

Einen ganzen langen sonnigen Nachmittag hatten wir Gelegenheit, bei Dr. Jürgen Reckin in Schorfheide durch den Garten zu streifen. Er zeigte uns praktisch, wie er seine Schwarzerde herstellt, und erläuterte uns außerdem einige wichtige theoretische Grundlagen bzw. Erklärungsmodelle für verschiedene ablaufende Prozesse. Beides möchte ich in diesem Dokument kurz zusammenfassen.

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Katrin Ollendorf

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Buchtip: “Gesunder und kranker Boden” (2012)

Dipl. Ing. Margareth Sekera veröffentlichte 1984 die fünfte Auflage des von ihrem verstorbenen Mann Prof. Dipl. Ing. Dr. Franz Sekera verfasste Standardwerk für die Landwirtschaft. Dabei geht es ihr mehr um die Beleuchtung der Zusammenhänge des Lebensraumes Boden und weniger um die neuesten technischen Errungenschaften der Agrikultur.

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Clima Carbo – Kompostansatz

Vom Mittwoch (04.04.12) bis Donnerstag (05.04.12), unterkühlt, vom Regen durchnässt, begleitet von einem Kamerateam des NDR, setzten wir die ersten Kompostmieten für das Clima Carbo Projekt in Gartow an. Glücklicherweise wurde gerade ein Maissilo frei, sodass wir Platz an der Biogasanlage hatten um den Ansatz zu bestücken.

Abgepresster Biogas-Gärrest, Mist, Stroh, Lehm und Pflanzenkohle wurden in unterschiedlichen Varianten gemischt und zu Mieten geformt. Nach zwei umfangreichen Arbeitstagen konnten wir voll freudiger Erwartung unser Werk bestaunen. Ein weiterer Schritt in Richtung nachhaltige Zukunft …

Die ausführliche Projektbeschreibung befindet sich in unserem Projektebereich

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Pflanzenkohle in Kleingärten – Resultate 2011 [aus Ithaka-Journal]

In den letzten beiden Jahren beteiligten sich mehr als 200 Kleingärtner an einem vom Delinat-Institut koordinierten Versuch mit Pflanzenkohle. Auf je 10 m2 wurde das Wachstum verschiedenster Gemüsearten mit und ohne Pflanzenkohle verglichen. Die Analyse der Resultate zeigt spannende Tendenzen und bestätigt einmal mehr, wie wichtig der gezielte Einsatz von Pflanzenkohle ist. weiterlesen: hier

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Besuch bei der GrünRaum Initiative in Lüneburg

Seit über einem Jahr organisiert der Verein Wendepunktzukunft Workshops und Stammtische zum Thema Humusaufbau und Humus aufbauende Anbaumethoden. Ein Schwerpunkt dieses Bereiches ist die Erforschung der Nutzungsmöglichkeiten von Pflanzenkohle. Im Amazonas-Gebiet nennt mensch diese Erde Terra Preta. In unseren Breitengraden kann mensch Terra Preta eher mit einer Bewegung in Zusammenhang bringen, denn mit einer anthropogenen Erde.

Im Zusammenhang mit dem Workcamp der lüneburger Janun-Gruppe, “ohne Geld durch die Welt” wurden wir angefragt, ob wir bei einem Aktionstag in der Lüneburger Stadtfarm und dem Permakultur ZICKENGARTEN fachliche Unterstützung bezüglich der Herstellung von Terra Preta geben könnten. Das taten wir natürlich gerne.

Am Karfreitag und am Sonntag referierte Daniel Oliver Habenicht über die Prinzipien der Terra Preta Herstellung und gab Hilfestellung beim Bau eines Terra Preta Trockenklos sowie beim Bau eines Pyrolyse-Ofens. Beides wurde weitestgehend aus recycelten Matrialien gebaut.

Die Pflanzenkohle, die jetzt im Pyrolyse-Ofen hergestellt wird, kann wunderbar für das Terra Preta Klo genutzt werden. Somit ist wieder ein Stoffstromkreislauf entstanden.

Hier sind ein paar fotographisch festgehaltene Eindrücke:

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Europäisches Pflanzenkohle Zertifikat [aus Ithaka-Journal]

Mit der Einführung des Europäischen Pflanzenkohle Zertifikats wird ein Meilenstein für die landwirtschaftliche Nutzung von Pflanzenkohle gesetzt. Pflanzenkohlen, die nach den Richtlinien des Zertifikats hergestellt werden, erfüllen sämtliche Anforderung an eine kontrollierte Produktion mit positiver Klima- und Umweltbilanz. Die ökologisch nachhaltige Beschaffung der verwendeten Biomassen wird dabei ebenso garantiert wie die Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben des Bodenschutzes und der Luftreinhaltung. Umfassend werde die Eigenschaften und die Qualität der Pflanzenkohle bewertet, so dass ein gezielter Einsatz der Pflanzenkohle in der Landwirtschaft, der Tierhaltung und der Abwasserbehandlung gewährleistet werden kann.

weiterlesen: hier

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Buchtip: Humusaufbau – eine Chance für Landwirtschaft und Klima (2011)

Wenn Menschen aus der Praxis ein Buch schreiben, kommt meistens etwas gutes dabei heraus. Gerald Dunst ist ein solcher Praktiker und schrieb ein gutes Buch. Als studierter Landwirt betreibt er seit über zwanzig Jahren Forschung im Bereich der Bodenverbesserung und des Humusaufbaus. In diesem Jahr erschien sein Buch zum Thema Humusaufbau; es ist besonders empfehlenswert für Landwirte, Gärtner, Hobbygärtner und Aktivisten sowie Forscher und Wissenschaftler.

Das Buch kann einerseits als Handbuch andererseits aber auch als Statusmeldung über die neuesten Möglichkeiten zur Bodenverbesserung, Kohlenstoffbindung oder den aktiven Umweltschutz in der Landwirtschaft gelesen werden. Dabei ist es gut gegliedert, übersichtlich gestaltet und in leicht auffindbaren Kapiteln unterteilt.

Inhaltlich wird das Thema Humus und Humusaufbau von der Theorie bis zur Praxis durchgearbeitet. Die Texte sind leicht verständlich und bedürfen kein naturwissenschaftliches Studium. Mir gefällt vor allem die Verbindung von Forschung und Umsetzung. So weit es zur Zeit möglich ist unterfüttert Gerald Dunst seine Aussagen mit Daten und Fakten. Dabei bleibt er auf seiner Linie und gibt weiteren Überlegungen und anderen Herangehensweisen den nötigen Raum. Viele Fragen sind noch offen. Es muss noch viel getan werden. Dieses Buch gibt die Möglichkeit an aktuellen Erkenntnissen anzuknüpfen und im eigenen Sinne fortzuführen.

Besonders hervorzuheben sind die Praxisbeispiele einiger Pioniere, die nicht nur vorbildlichen Humusaufbau betreiben, sondern auch mit Mischkultur, Untersaaten und Minimalbodenbearbeitung große Erfolge erzielen konnten. Daran zeigt sich, wie wichtig ein Umdenken in der Landwirtschaft ist.

Im letzten Kapitel wird die hoffnungsvolle Schwarzerde aus dem Amazonas, Terra Preta, behandelt. Gerald Dunst sieht in der Terra Preta Technologie ein immenses Potential. Das macht Hoffnung.

Abschließend kann dieses Buch nur dringend weiterempfohlen werden. Sei es als Überblick, Diskussionsgrundlage oder eben zum Selbermachen.

Das Buch “Humusbaufbau – Chance für Landwitschaft und Klima” kann unter office@sonnenerde.at bestellt werden.

Preis: € 25,00 (inkl. 10% MwSt.)

Versandkosten: innerhalb Österreich € 4,00 Europa € 8,00 Weltweit € 10,00

Zahlungsweise: Rechnung und Erlagschein beigelegt Zahlungsziel 10 Tage ab Rechnungserhalt

Hier geht es zur Webseite von Gerald Dunst: Sonnenerde

Humusaufbau statt Hungersnot [aus Ithaka-Journal]

Über eine Milliarde Menschen leiden weltweit an Hunger. Hauptgrund ist die Zerstörung der landwirtschaftlichen Böden durch ungeeignete Bewirtschaftungsmethoden. Zynisch predigt die Politik, dass die erwarteten 9 Milliarden Menschen nur durch Intensivierung der Landwirtschaft mit synthetischen Düngemitteln, Pestiziden, genmodifiziertem Saatgut und großen Maschinen ernährt werden können, obwohl genau das bereits heute der Grund für die schlimmste Hungersnot der Menschheitsgeschichte ist. Weiterlesen

WPZ Redaktion