Schlagworte: Stammtisch

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Indigene Mikroorganismen für Landwirtschaft und Garten – Workshop 15.07.2012

Indigene Mikroorganismen. Im Zuge unserer regelmäßig unregelmäßigen Stammtische verdichtete sich das Bedürfnis, mehr über diese kleinen Tierchen zu erfahren, die aus unmittelbarer Umgebung gewonnen so viele Wunderwerke vollbringen sollen. Am 15.07. war dann auch endlich ein Termin gefunden um einige Geheimnisse rund um die kleine Welt zu lüften. Ich durfte vor 30 äußerst sympathischen wie interessierten Menschen im Gartower Kirchgarten über die Vermehrung und Verwendung indigener – also regionaler – Mikroorganismen berichten.

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Erkenntnisse von unserer Exkursion zu Dr. Jürgen Reckin am 28.4.2012

Einen ganzen langen sonnigen Nachmittag hatten wir Gelegenheit, bei Dr. Jürgen Reckin in Schorfheide durch den Garten zu streifen. Er zeigte uns praktisch, wie er seine Schwarzerde herstellt, und erläuterte uns außerdem einige wichtige theoretische Grundlagen bzw. Erklärungsmodelle für verschiedene ablaufende Prozesse. Beides möchte ich in diesem Dokument kurz zusammenfassen.

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Katrin Ollendorf

Bericht vom Stammtisch zum Thema “Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften”

Bei schönem, bisweilen sogar sonnigem Wetter trafen wir uns am 10.Juni auf dem Hof von Elisabeth, Rachel und Marie in Naulitz, die dort mit Pferden ihren Gemüse-Acker bewirtschaften und im letzten Jahr erste Erfahrungen mit der “Vermarktung” ihres Gemüses in Form einer Verbraucher-Erzeuger-Gemeinschaft sammeln konnten. Das war auch das Thema des Stammtischs: Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften. Alle waren wir uns natürlich einig, dass direkte Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften für alle die beste Sache ist. Die Kunden wissen, woher “Ihr” Gemüse, Fleisch, Brot etc. kommt und die Erzeuger wissen, an wen Ihre Produkte gehen. Es bleibt in der Region und es kann sogar langfristig über andere Formen von Geld, Gutscheinen oder Tauschgeschäften nachgedacht werden. So wird von Beteiligten bei Wendepunktzukunft überlegt, ein regionales Gutscheinsystem einzuführen, um die Region mehr zu fördern, evtl. in Zusammenhang mit der Dan-Ke-Initiative, um auch politisch auf den Landkreis aufmerksam zu machen und die Region “Landkreis” zu stärken. Mehr Infos dazu gibt es sicherlich demnächst von den Wendepunktzukunft-Leuten. Weiterlesen

Bckh

Bericht vom Stammtisch in Stütensen, 21. April 2012

Im Rahmen der – nicht immer – monatlichen Stammtische organisierte Reiner von Kamen vom Bauckhof Stütensen einen Workshop zum Thema Humus, eine Chance für Klima und Erde.

Mit rund 40 Interessierten schauten wir, nach einer wunderschönen Einleitung von Herrn Kamen, Ausschnitte aus dem Film: „Humus“, präsentiert von Jakob Schererz. Er leitete auch die gefolgte Diskussion über die unterschiedlichen Möglichkeiten des Humusaufbaus. Da sich wohl hauptsächlich praktisch orientierte Menschen im Saal befanden, wurde sich angeregt und gewinnbringend ausgetauscht. Es zeigte sich, dass die Bereitschaft zu neuen Wegen, sowohl für die anwesenden Gärtner als auch für die Landwirte, erfreulich hoch ist.

Das größte Problem zeigte sich eher in der Vorstellung, Humusaufbau in den wirtschaftlichen Alltag zu integrieren. Viele Hürden müssen bis dahin noch genommen werden. Seien sie wirtschaftlich oder rechtlich. Und auch das derzeitige Wirtschaftssystem ist auf eine humusaufbauende Landwirtschaft nicht vorbereitet. Hier sollten wir verstärkt unsere Aufmerksamkeit bündeln. Auch wenn an diesem sonnigen Samstag keine Lösung für das wirtschaftliche Problem gefunden werden konnte, so wurden doch Anregungen in Richtung freiwillige CO2-Zertifikate und Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaften (Beispiel Bremen) diskutiert. Beim nächsten Stammtisch sollten wir uns intensiver mit diesen Alternativen auseinandersetzen.

Nach der anregenden Diskussion und einer Kaffee-Pause – mit leckersten Kuchen, gespendet vom Bauckhof – berichtete Sebastian Seelig vom Projekt Clima Carbo in Gartow. Gefördert vom BMBF und durchgeführt von der UNI-Halle sowie der Pyreg GmbH, fungiert der Verein Wendepunktzukunft als Berater und Unterstützer vor Ort. Das Projekt läuft über drei Jahre. Genaueres ist auf unserer Projektseite zu erfahren.

Auch der Bauckhof hat mit seinen Experimenten bereits begonnen. Während beim Clima Carbo Projekt auf gelenkte aerobe Kompostierung nach der CMC-Methode (CMC=controlled microbial composting) gesetzt wird, verlassen sich Reiner von Kamen und seine Kollegen lieber auf die Kraft der Regenwürmer. In einer Mischung aus Mist, Dinkelspelzen und Pflanzenkohle konnte bereits eine hoffnungsvolle Entwicklung beobachtet werden. Die Vielfalt der Experimente, auch von den Gästen, lässt auf ein spannendes Jahr hoffen.

Den Abschluss des Tages bereitete eine Führung zu den Kompostflächen des Bauckhofs sowie einer Feldbegehung beim angrenzenden Feld von Klaus-Hinrich Schulz, der seine Beobachtungen mit Schwarzwasser teilen wollte. Weitere Informationen über das Schwarzwasser-Phänomen vom Landwirt Schulz können unter: Inwaquarz eingesehen werden.

Alles in allem war es ein gelungener Nachmittag. Es freut uns bei jedem Stammtisch alte Bekannte und neue Gesichter zu sehen. Es zeigt sich ein großes Interesse an den Aufgaben unserer Zeit.

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Terra Preta Stammtischbericht, 14. Januar 2012

Unser Terra Preta Stammtisch fand in diesem Monat nicht im Cafè Salix in Gartow statt, sondern in Vietze bei der Frau Tietze. Dankenswerterweise konnten wir auf ihre Hilfe zurückgreifen, da das Cafè Salix ausgerechnet in jener Woche Urlaub machte. Frau Tietze bewohnt einen alten Gasthof und richtete für die Stammtisch Genossinnen & Genossen den Ballsaal her, mit riesigem Tisch und ausreichend Stühlen drumrum. Außerdem gab es Gebäck, Kaffee und Erfrischungsgetränke. Als wenn das der Gaumenfreuden noch nicht genug wäre, hatte jeder noch eine kleine Köstlichkeit im Gepäck, sodass für das leibliche Wohl ausreichend gesorgt schien.

In gemütlicher Plauderrunde wurden die Erfahrungen des letzten Jahres resümiert. Es offenbarte sich ein breites Spektrum an Ergebnissen im Umgang mit Pflanzenkohle, Mikroorganismen und dem eigenen Kompost. So gab es beispielsweise Probleme mit der Handhabung der häuslichen Biobfälle mit üblen Gerüchen und Schimmel als Begleiterscheinung oder eine viel zu große Wassertonne für den Terra Preta Ansatz. Auch die Verwendung der Mikroorganismen war ein wichtiges Thema. Einige verwenden Effektive andere indigene (heimische, selbstvermehrte) Mikroorganismen. Es zeigte sich, dass die indigenen Mikroorganismen den EM’s vorgezogen werden. Vor allem, weil die Stammlösung der Effektiven Mikroorganismen meist aus japanischen Laboren kommt und diese sich nicht recht in unser Klima einfügen können. Auch gab es Unsicherheiten hinsichtlich der Menge beziehungsweise der Konzentration von Mikroorganismen. Es wurde der Wunsch geäußert, in einem Workshop die Handhabung und Vermehrung indigener Mikroorganismen zu zeigen. Diesem Wunsch werden wir in Kürze erfüllen.

Glücklicherweise gibt es auch einige Mitstreiter, die einen „grünen Daumen“ besitzen und nicht müde werden, für die vielen Hindernisse des Gärtneralltags einen Lösungsweg anzubieten. Einer dieser Mitstreiter hat seine Gartenerfahrungen bezüglich der Terra Preta Herstellung bereits unserem Terra Preta Wiki zur Verfügung gestellt. Sie können hier eingesehen werden.

Nettes beisammensitzen und plaudern füllt die praktisch orientierten Mitstreiterinnen und Mitstreiter dauerhaft nicht aus. So werden wir im April eine Exkursion Richtung Berlin unternehmen um uns von einem Garten-Experten Tips und Tricks in der Terra Preta Herstellung geben zu lassen. Des weiteren werden wir vermehrt Impulsreferate von Terra Preta Spezialisten organisieren und uns über Humus aufbauende Anbaumethoden berichten lassen.

Alles in Allem freuen wir uns auf das kommende Jahr und harren voller Ungeduld der Gartensaison um endlich wieder dem Kribbeln, Krabbeln, Summen, Schnarren, Wuchern und Wachsen beiwohnen zu können. Der nächste Stammtisch wird im Februar sein. Genaueres ist auf unserer Veranstaltungsseite zu erfahren.